Warum ich gegen die Gentechnik bin

Ehrlich. Ich weiß es nicht. Ich bin eigentlich nicht gläubig. Ich halte nichts von der Unterscheidung natürliche/künstliche Fortpflanzung. Ich bin kein Apologet des abendländischen Unterganges und auch nur manchmal ein Kulturpessimist. Ich glaube sogar an die Möglichkeiten, die mit dieser Technik verbunden sind und ich glaube sie würden vielen Menschen sehr viel nutzen, besonders im therapeutischen Bereich. Ich glaube auch, dass so manche Hungerkatastrophen zu verhindern gewesen wären, wäre die Technik schon so weit. Zu Technik allgemein habe ich ein sehr aufgeschlossenes Verhältnis. Warum also bin ich gegen die Gentechnik? Ich weiß es nicht.

Aber da ist ein Gefühl, dass ich dabei habe. Es ist ein komisches Gefühl, aber es zwackt mich jedes Mal bei dem Gedanken daran, dass die Menschheit über die völlig entschlüsselte DNS verfügen könnte und all ihre Implikationen und Muster verstände. Dieser Gedanke löst irgendetwas in mir aus. Ich fühle mich dann irgendwie … Hiroschima.

RSS Feed

So, da ich ja, trotz des Anscheines, den ich mir hier gebe, durchaus ein moderner Mensch bin, der für die Wünsche und Belange seines Lesepublikums immer Verständnis aufbringt, habe ich mich überreden lassen, einen RSS Feed einzubauen, damit auch Tech-Frickies unter euch meinen Blog in ihre hochgetunten Reader saugen können. Ich habe dafür einen festen Link auf der rechten Seite installiert, trotzdem hier noch mal der extra Hinweis!

Liebe Medziner

Bitte verschreibt mir keine Antibiotika mehr. Ich glaube nicht mehr an Antibiotika. Ich glaube so wenig an Antibiotika, wie an Kollateralschäden, Aufrüstung und den Krieg gegen den Terrorismus.

falsch!

Das, was ich hier behauptet habe ist völlig unhaltbar! Ich entschuldige mich hiermit bei allen Betroffenen und gelobe Besserung!

Dieses Blog II

So, ich habe dieses Blog jetzt bei den dafür zuständigen Stellen gemeldet. Die Beschreibung, die ich dafür angeben musste, viel mir nicht leicht. Was will ich überhaupt? Was mache ich überhaupt? Nach längerem Nachdenken kam ich zu folgender folgenschwerer Selbstanzeige:

T I E F, das Blog des Instituts für Wald- und Wiesenphilosophie beschäftigt sich vor allem mit der geistigen Welthegemonialstellung bzw. dessen praktische Erreichung durch allgemeine Verwirrung seiner Leserschaft.

Bitte nicht hauen!

Hallo liebe Potterfans…

Ich muss euch warnen: Wenn ihr nicht wissen wollt, wer im neuen Band stirbt, dann klickt auf gar keinen Fall diesen LINK! sondern diesen!

Nachtrag: Ohh! Ich glaube ich hab sie vertauscht. … Oder doch nicht?…

Konsumentalität

Wir hinterlassen Spuren. Ob wir über die Strasse gehen und dabei von Kameras verfolgt werden, ob wir Geld am Bankautomaten abheben, uns bei Quelle etwas bestellen oder einen Flug buchen. Überall markieren wir und unsere Markierungen werden gespeichert. Am meisten aber markieren wir, sobald wir das Internet nutzen. Beinahe alles was wir dort tun wird irgendwo gespeichert. Das Sammeln, Aufbereiten und Verifizieren unserer Markierungen, nennt man Datawarehouse und immer mehr Firmen verdienen gutes Geld damit. Daten gibt es zu genüge, die Kunst ist es aber sie zu verknüpfen und Profile daraus zu erstellen.
Nun könnte man leicht mit Gouvernementalität und dem Panoptikum kommen, die automatische Selbstanpassung des Subjektes, das weiß dass es beobachtet wird, und deshalb eben das „richtige“ tut. Man könnte meinen, dass das Subjekt doch dadurch eigentlich verschwindet, jedenfalls nicht mehr die autonome Entscheidungsinstanz sei. Aber ich halte Foucault hier für längst veraltet. Sein Ansatz evoziert eine Art staatliche Instanz, ein irgendwie geartetes moralische Deutungsmonopol, welches unsere Handlungen nach dem Schema richtig/falsch einordnet. (Jaja, natürlich weiß ich, dass Foucault nicht wirklich einen Staat meint, sondern mikropolitische Prozesse in der Gesellschaft beschreibt, aber irgendwie muss man das ja runterbrechen.) Nein, der Staat ist zwar auch ein eifriger Datensammler geworden, dennoch ist er nichts im Vergleich zur freien Wirtschaft, die aber ganz andere Interessen verfolgt. Sie denkt nicht in Richtig- oder Falschkategorien. Moral und Ethik sind ihr völlig fremd. Sie bewertet und verifiziert nach potentiellen Kunden, Mitarbeitern, Kontakten etc. Sie sammelt dabei viel akribischer und ist der eigentliche Big Brother unserer Zeit.
Während Foucault also davon ausgeht, dass wir unser Verhalten in der Öffentlichkeit (und es gibt mittlerweile keine Nicht-Öffentlichkeit mehr) abwägen, immer im Hinterkopf, dass das normative Korrektiv der Gesellschaft uns im Nacken sitzt, sollten wir (und ich glaube, das tun wir bereits) eher dazu übergehen, aktive PR-Arbeit zu leisten. Denn nie war es einfacher Spuren absichtlich zu hinterlassen, sein Abbild also gestalterisch zu formen. Auf diese Weise wird das handelnde und entscheidende Subjekt wieder eingesetzt, und zwar als PR Manager in eigener Sache, dass eben nicht seine moralische Integrität unter Beweis stellen muss, sondern die allgemeine Aufmerksamkeit lenkt, ein Bild und ein Profil erarbeitet, wie man selber gerne wahrgenommen werden will. Dieses aktive Arbeiten an der eigenen Identität, wird in der Zukunft ein immer wichtigerer Bestandteil des Lebens werden. Und dieses Arbeiten wird im Gegensatz zur Gouvernementalität ein bewusster Prozess sein müssen, ein aktives Gestalten, ja sogar ein planungsbedürftiger Prozess. (Damit ist nun einerseits die Wende vom „Subjekt“ zum „Projekt“ und somit auch die Wende von Foucault zu Flusser vollzogen.) Bald gibt es sicherlich Selbst-PR Agenturen, die das für einen übernehmen. Aber es braucht auf jeden Fall eine Instanz im Kopf, nennen wir sie „Konsumentalität“, die die Handlungen des Subjektes überwacht und das eigene Profil nie aus den Augen verliert. Konsumentalität ist sich der Unausweichlichkeit der allgemeinen Profilbildung bewusst und vermag sie mittels intentional gestreuter Information zu steuern.

Also liebe Konsumentenprofilcrawler:

  • Ich suche keine neuen Investment Lösungen!
  • Von euren Heiratsvermittlungen will ich nichts wissen!
  • Ich brauche kein Enlargement!
  • Ich will keinerlei Pharmazeutika aus den USA importieren!
  • Exiting Job Opportunities könnt ihr euch sonst wohin stecken!

NACHTRAG: Blogger sollte mal Fussnoten einführen!
NACHTRAG 2: Hoffentlich werde ich jetzt nicht anhand der Schlüsselwörter von Google als Spam geblacklisted… (keine gute PR)

Eros, ein Verlaufener

Die Schönheit gibt sich nicht hin. Sie macht sich rar, für den, der nach ihr sucht. Sich ihrer zu bemächtigen ist der Wunsch des Eros, und dieser Wunsch wird doch nur gesteigert durch seine Nichterfüllbarkeit. Denn all die Mittel und Wege die Schönheit zu erlangen, führten nur zu ihrer Vernichtung, oder, noch viel schlimmer, zu seiner eigenen Vernichtung, denn dort, wo er ihr doch noch habhaft würde, hörte er auf ein Eros zu sein. Und so bleibt er ein ewig Suchender und er bleibt ein ewig Nicht-findender, er bleibt eben ewig Eros, verfolgt von seinen selbst geschaffenen Dämonen.
Doch ist das schon die letzte Wahrheit? Wird der Eros sich mit dieser Lage abfinden? Unwahrscheinlich. Eros wäre nicht Eros, würde er nicht alles daran setzen, die Distanz zu überwinden. So denkt er vielmehr beständig darüber nach, wie es wohl möglich sei, ihr doch nah zu sein, dieser Schönheit. Aber wie kann man sich etwas nähern, das beständig flieht? Was flieht sie denn, die Schönheit? Die Antwort: Ihn doch nur, den Eros flieht sie, den Liebenden. Hat er die Struktur seines eigenen Begehrens erst begriffen, so versucht er vielleicht ein anderer zu werden, kein Eros mehr zu sein. Er könnte sich verstellen, sich verleugnen, so tun als ob. Vielleicht versucht er sich selber schön zu stellen. Und tatsächlich: sich schön, also rar zu machen, lässt die Schönheit ruhen. Nur den Eros lässt sie dennoch nicht los. In seiner eigenen Schönheit findet er keine Erfüllung, denn der anderen ist er dadurch kein Stück näher als zuvor. Doch würde er sich bekennen, das weiß er, würde die Schönheit sogleich wieder die Flucht ergreifen, das Spiel ginge von vorne los. Was tut nun also dieser Eros? Was kann er tun, in seiner falschen Verhüllung? Wie kann er seine Maske fallen lassen, ohne dass dahinter sein Gesicht zum Vorschein kommt? Muss er dafür nicht selber ortlos werden? Wer ist denn nun dieser Eros, wenn man ihn mal ganz direkt fragt? – Niemand!
Und so wird er sich auf ewig bekennen, ohne sich zu bekennen und alle seine Liebesbriefe werden unsigniert bleiben. Sie werden deshalb freilich zu etwas anderem, zu etwas öffentlichem. Ein öffentlicher Teil des innersten des Eros, eine Eruption ohne Krater. Aber ist dies nicht gerade das Wesen der Kunst: Sich öffentlich zu verbergen? Ist Eros also ein Künstler?
Sicher ist nur, er wird sich weiterhin verstecken, hinter dem Namen der Schönheit, ihn des Nachts heimlich auf die Gehwege schreiben, doch an seiner Haustür wird er das Klingelschild abschrauben. „Eros? Nein, der wohnt hier nicht.“

I hacked loewe10.de

Hier ist der Beweis!

NACHTRAG: hmmmm, schon wieder raus, schade.

amerikanischer Moralvoyeurismus

Wenn schon Feindbild, dann bitte nackt!