Der relationale Materialismus

Ich habe die Explainer jetzt auf eine Codeberg Instanz umgezogen, fürs Lesen optimiert aufgehübscht und an vielen Stellen weiter bearbeitet. Wer sich also Rechtschreibfehler ärgert, kann sie gleich korrigieren und mir als Pull-Request verbessern.

Dazu einfach dieses Repository klonen.

Eine der zentralen Thesen des Relationalen Materialismus ist, dass „Erwartungen“ materiell sind. Sie sind es nicht im klassischen Sinne, sondern im „Relationalen Materialistischen“ sinne und im Grunde ist die Existenz des Finanzmarktes bereits ein materieller und offensichtlicher Beweis dafür, denn er zeigt jeden Tag: Erwartungen sind „beleihbar“.

Quelle: Der relationale Materialismus

Warum wir abhängiger sind als wir denken: Michael Seemann – Midst of Mind Podcast #33 – YouTube

Gabriel vom Midst of Minds Podcast hatte mich zum Gespräch gebeten und naja, was soll ich sagen, ich hab einfach mal drauf losgelabert und praktisch meine ganze Theorie in anderthalb Stunden erklärt und am Ende wurde es ziemlich apokalyptisch.

Digitale Infrastruktur prägt, wie wir denken, kommunizieren und Entscheidungen treffen. In dieser Folge sprechen wir über Plattformmacht, Netzwerkeffekte und die Abhängigkeiten, die durch technologische Systeme entstehen. Dabei geht es nicht nur um Big Tech, sondern um grundlegende Strukturen, die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik beeinflussen. Wir diskutieren, wie Sprache selbst zu einer Infrastruktur wird, warum das Individuum zunehmend in größere Systeme eingebettet ist und welche Risiken fragile dig

Krasse Links gelesen

Ich bekomme immer mal wieder Rückmeldungen, von wegen: dein Newsletter ist ja ganz interessant, aber viiieel zu lang. Wer soll das alles denn lesen?

Ali Hackalife macht sich deswegen die Mühe, jeden Newsletter einzulesen, als Service. Für 5 Euro pro Monat kann man sich den Krasse Links Newsletter jetzt als Podcast abonnieren (Ali und ich teilen uns die Einnahmen). Krasse Links No 79 ist bereits im Kasten.

Krasse Links ist ein Newsletter und Podcast. Philosophische Betrachtungen anhand von Internetfunden und Zusammenhängen

Quelle: Krasse Links

KI und Demokratie : Zukunftsbeiträge aus Wissenschaft und Praxis | Springer Nature Link

Ramona Casasola-Greiner und Korbinian Rüger Sammelband „KI und Demokratie“ ist ein wichtiges Buch mit tollen Beiträgen und mir liegt besonders etwas an der Erscheinung, weil ich dort den ersten richtigen Text zur „Politischen Ökonomie der Abhängigkeiten/Pfadgelegenheiten“ als solche veröffentliche, wo ich einmal das Konzept entlang von Supplychains, Plattformen und KI entwickle und durchdekliniere und deren genauere Ausarbeitung ich hier vorgenommen habe.

Man kann das Buch jetzt vorbestellen und ab 1. April ist es in den Läden.

Wenn Maschinen entscheiden, steht unsere Demokratie auf dem Spiel. In diesem Sammelband diskutieren führende Denker:innen, Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen, wie Künstliche Intelligenz unsere freiheitliche Gesellschaft herausfordert und warum wir die Zukunft proaktiv gestalten müssen. Klar und fesselnd zeigen die Beiträge, welche Risiken und Chancen die allgegenwärtigen Algorithmen für Gerechtigkeit, Transparenz und Teilhabe bergen.

Quelle: KI und Demokratie : Zukunftsbeiträge aus Wissenschaft und Praxis | Springer Nature Link

Digitale Lernplattformen in der Volksschule: Chancen, Herausforderungen und Auswirkungen auf Lehre und Lernen.

Vorletztes und letztes Jahr arbeitete ich mit den brillianten Kollegen Beat Döbeli Honegger, Michael Hielscher und Lennart Schalk an einem Paper, das eine Guideline zum Umgang mit digitalen Lernplattformen in Schulen, insbesondere Schweizer Schulen bieten soll. Wir haben sehr lang daran rumgeschliffen, wie man wahrscheinlich allein an der aufwändigen Bebilderung und der ausgefeilten Systematik des ganzen sieht. Auf Zenodo kann man es herunterladen.

Digitale Lernplattformen in der Volksschule: Chancen, Herausforderungen und Auswirkungen auf Lehre und Lernen.

Quelle: Digitale Lernplattformen in der Volksschule: Chancen, Herausforderungen und Auswirkungen auf Lehre und Lernen.

Gott spielen von Claudia Hamm

Der Sammelband „Gott Spielen“ ist erschienen, wo auch mein inzwischen etwas alter „AI ist ein Coup“-Text mit drin ist und weil seither so viel passiert ist, habe ich ein Postskriptum angefügt und den habe dem bereits veröffentlichten Text jetzt auch angefügt.

Welche Auswirkungen hat die Automatisierung von Sprache auf uns, die Literatur und Kultur, auf die Gesellschaft, das Klima und auf politische Systeme? Wie verändert sich die Welt, wenn wir Gedanken und Gefühle nicht mehr selbst verantworten, sondern durch Algorithmen errechnen lassen, die schon heute von Plattformmonopolen manipuliert werden? Was kosten und nützen uns die transhumanistischen Ideologien der Tech-Industrie, welches Menschenbild wird dabei vertreten, wo bleiben Menschenrechte und -würde in die

Das Buch kann man hier bestellen: Gott spielen von Claudia Hamm

Michael Seemann: Von Plattformmacht zum KI-Coup – Wie digitale Abhängigkeiten die Demokratie bedroht – YouTube

Sorry für die späte Nachreichung, aber hier mein Vortrag vom letzten Herbst über Plattformmacht, Suypply Chains, Ki und die politische Ökonomie der Abhängigkeiten in Leipzig.

Dieser Vortrag wurde im Rahmen der Tagung „Von Big Tech zur digitalen Souveränität – Die Zukunft der digitalen Welt ist politisch gestaltbar“ (SLpB Dresden, 12.11.2025) aufgezeichnet.

Die Margen der Kunst. Michael Seemann | kulturBdigital-Konferenz 2025 – YouTube

Ich hatte neulich das Privileg auf der Konferenz „Besser Teilen“ einen Vortrag über die politische Ökonomie der Musikindustrie zu halten, aber ich hatte mehr bock mir ne Pfadgelegenheit reinzuknallen und in der Matrix rumzuhängen, also hab ich das einfach miteinander verbunden.

Kunst und Kultur zu verwerten war immer schon ein schwieriges Geschäft. Anhand historischer Rückblicke erzählt Autor und Internetforscher Michael Seemann (Otherwise Network) den Paradigmenwechsel von einer urheberrechtsbasierten zur plattformbasierten Kulturökonomie. Im Vortrag fordert er die Kultur auf, sich zu organisieren, Kräfte zu bündeln und als gemeinsame Interessenvertretung sichtbarer zu werden – in Allianzen, Verbänden und Gewerkschaften. 

Der talk ist ein guter Einstieg in die „Politische Ökonomie der Pfadgelegenheiten“ und wer wissen will, was dahinter steckt, kann am besten bei diesen Explainer weiterlesen.

Einreichung Platformpower 39c3

Mein Vortrag für den #39c3 wurde wieder mal abgelehnt, aber diesmal sticht es etwas härter, weil ich wirklich fühle, etwas wichtiges zu sagen zu haben, weswegen ich mir diesmal extra Mühe gegeben habe, einen verständlichen straight forward Talk einzureichen. Schade.

Controllable Standards. An Introduction to the Political Economy of Platform Power

China’s strategic interest in Taiwan, the Trump-TikTok negotiations, the drone warfare in Ukraine, Jimmy Kimmel’s dismissal, the race toward artificial general intelligence, Nvidia’s global datacenter expansion, the rise of the „Broligarchy“, cryptocurrency dynamics, Elon Musk’s transformation of Twitter into a geopolitical instrument, and his calculated development of the Starlink satellite constellation — these seemingly disparate phenomena share a common thread: our contemporary world is governed by platform power.

Unfortunately, we are semantically ill-equipped for this new reality. Our analytical vocabulary remains inadequate; our conceptual frameworks — whether invoking „market concentration,“ „techno-feudalism,“ or „surveillance capitalism“ — fail to capture what’s actually happening, leaving us functionally blind to the mechanisms shaping our political and economic landscape.

I spent the last fifteen years developing a framework to better understand and articulate platform power, culminating in my dissertation „The Power of Platforms: Politics in the Age of Internet Giants.“ This work conceptualizes platform power as a distinct force that emerges from and operates through our interconnections — a force that Silicon Valley has progressively learned to harness and leverage for profit and, increasingly, for political ends.

Since the book’s publication, the implications have intensified exponentially. Platform power now aggressively threatens democracy world wide in tangible, immediate ways. The imperative to comprehend platform power has evolved from academic interest to existential necessity.

But to grasp the nature of platform power — its mechanisms, its strategies, its implications, its potential for violence — we must first revolutionize how we talk about economics and how we think about our place in the world.