Karolyne Smith: auch nur ein Medium, wie du, ich und jede andere Plakatwand. (Und wo es was einzudrücken gibt, ist Werbung nicht weit)
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düster
Manche finden meinen Blog zu düster. Um zu beweisen, dass ich nicht den Satan anbete und bevor mich vielleicht einige vorm springen bewahren wollen, hier ein kurzes, optimistisches Interlude:
YYYYYYYIIIIIIIIIPPPPPPPPIIIIIIIIIIEEEEEEEEEE !!!!!!!!!!!!!!
Internet
OpenBC, Google-Earth, Blogger usw. lassen das Internet endlich zu dem werden, was es immer versprochen hat: Zur endlosen Verplemperung der eigenen Zeit, bei der man sich aber doch dem eigentlichen Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen, stetig nahe wähnt.
Übersetzung
fickende geruckelkacke
kopulierende vibrationsfäkalie
geschlechtlichen akt habendes zuckungsexkrement
richtig!
Das, was ich hier behauptet habe ist richtig! Und ich stehe dazu! Komme was da wolle!
Einsamkeit
Die Einsamkeit hat es gut. Sie ist nie allein.
Der Valendienst
| Der gleißend BlenderSonne viel, mit hellem breitem StrahlenStiel, |
| mächtigsattes HimmelBlau, nebst lustig SchäfchenWolkenSchau, |
| grasiglauschig FlüsterGrün, zwischen buntgeschecktem BlumenGlühn, |
| im flotten flatter FalterWimmel, unter frischem nassen WiesenHimmel, |
| am lauen GlitzerSternenKranz, der SommerSchimmerMondesGlanz, |
| in wuschig kribblig FrühlingsHaut, auf wildwuchskitzlig Heidekraut, |
| als mein herzlichsüßer Valendienst, für HerzbummerDich, mein Allerliebst. |
Schweigen
| Ich sitz im Bus Stille! Jemand schaut mich an Aus seinem Gesicht spricht Schweigen Die Luft ist gefüllt mit Schweigen Zum schneiden dick Mein Nachbar schweigt mich an Still Schauen die andern rüber |
| Der Bus hält an Menschen steigen schweigend aus Jemand schaut ihnen nach Schweigend! |
| Ein Räuspern Niemand traut sich hinzuschauen. Verlegen Senkt der Räusperer sein Kopf. Schweigend Nehmen die anderen seine Entschuldigung entgegen |
Tisch
Stövchen ergraut glasschwer kantig.
Flache Durchsicht wabert silbern, rund kulissend, sich hinter der Fernbedienung auf.
Die teils beaschte, bestarrt neben Pappschatten schwer, wie ein Haar,
ganz kurz und leicht, sich von [6] an aufwärts biegt, dem Licht erreckend.
Scherenspitze, die metallisch erigierte, spießt schimmernd Spiegelbilder in Glanzblitzauge.
Kordelnd zwirbelt Schnur an Telefon,
schneidig schmiegt Löffelglanz sich unter.
Toter Docht leert Teelichtdunkel,
angebogen, dem Rest seine scharfe Kante fratzend,
wölbend, ansonsten oval gedellt, innen aber wachslos.
Zettelkram eselohrt das Filterkippengrab;
Aufbauschend drückt es gedrucktes wellig.
Von hinten: Braunschwarzer Nikogilb durchfasert Watteknolle-
Leise quetschte Exglut seine Runzeln, nächst ihrer Schwestern Schicksal.
Ahnungsvoll papiert es weiß. Ruhmreiche Fingerkuppe!
Tabak gebärdet sich breitlings. Beflockung geschieht.
Staubig erklimmen Lichtglanzflexe Bücherklumpens Deckelsaum, verharren dort,
hebend bis schattend, akongruent bis helixartig, blenden bläulich dem „B“ den Bogen,
wechselnd nur in Titel und Farbe, dennoch fast fransig gestreuter Natur.
Radiergummischwarz funiert weitflächig mit pünktlicher Unterbrechung das Glatt.
Sich leider nicht hingebend: Totenschädels Muldenmaske… Obwohl:
Geschehnis agoniert in Eigenblut…. erwartet wird noch Obst.
Der Deutsche
| Aufgewacht und sich dunkel suchend Schreckt das Augenlid sich hin verdreht sich runter bis zum Kinn Der Nacht ihr dürres Licht anrufend |
| Grätzend reißt die große Sonne auf Zupft leise an seinem Bein Er hebt kurz das Ohr hinein Und nimmt den Dingen ihren Lauf |
| Über Weiten verfolgt er das Glück Dann Packt er es am Schopf zieht es hoch und sein Kopf Erhebt sich dabei kaum ein Stück |
| Er erklimmt im Lauf das Hochgefühl Nur um sich in die Tiefe abzuseilen Um unten keine Wunden auszuheilen Lässt er den Hass noch kochend schwül |
| Nun versucht er ein Wort anzumieten Kocht es hoch, von tiefer unten her Und es spritzt sein Blut noch ungefähr Dem Jetzt ins Aug, das Dort anzubieten |
| Es geht ihm nicht ums gewinnen Weder um Pflicht noch um Kür Er klopft nur an Deiner Tür Um dem Aufmachen zu entrinnen |