0

…ist leider die Größe der Schnittmenge zwischen den Lesern von bild und bildblog. Ansonsten: gut gemeint und recht amüsant zu lesen. (letzteres)

Normal

Karolyne Smith: auch nur ein Medium, wie du, ich und jede andere Plakatwand. (Und wo es was einzudrücken gibt, ist Werbung nicht weit)

düster

Manche finden meinen Blog zu düster. Um zu beweisen, dass ich nicht den Satan anbete und bevor mich vielleicht einige vorm springen bewahren wollen, hier ein kurzes, optimistisches Interlude:
YYYYYYYIIIIIIIIIPPPPPPPPIIIIIIIIIIEEEEEEEEEE !!!!!!!!!!!!!!

meine Person

Als formlose Masse kam ich auf die Welt und schmiegte mich an sie. Ihren Abdruck spüre ich an jeder Stelle meiner Person. So bin ich auch nicht der, der ich zu sein vorgebe, keine Identiät also, sondern ein Fälscher einer Identität, ein Fälscher zweier, dreier, ja unzähliger Identitäten. Oder besser: ich bin selber ein Plagiat der Welt, in die ich gefallen bin. Diese nämlich drückte sich in so diversen Weisen in mich ein, dass ich jederzeit meine Stimme verliere und sie als eine neue wiedergewinne.
So habe ich angefangen zu studieren und zu arbeiten, um meine Persönlichkeit zu entwickeln, denn das ist doch das was man tut, um ein fertiger Mensch zu werden, eine Person an einem Ort, der ein Hier und in einer Zeit, die ein Jetzt markiert, am besten noch mit einem Haus und einer Adresse. Das Kuwi-Studium und das Programmieren haben mich aber nicht dazu gebracht jemand zu werden, im Gegenteil, sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute eben nicht bin. Sie haben meine Persönlichkeit weiter gespalten in Sprache, Kommunikation, BWL, Kulturinformatik und diverse Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen, mit ihren jeweiligen Idiomen und Dialekten und ich fühle mich bis heute nicht im Stande diese Sprachen gleichzeitig zu sprechen. Wenn denn nun aber jemand an mich herantritt und mich in einer dieser Sprachen anspricht, so verspreche ich hiermit, ihm in der seinen zu antworten, als der Selbe, der er ist oder zu sein glaubt. Und spricht er mich in einer anderen an, so verspreche ich, ich werde versuchen die Seine zu lernen, mich weiter zu spalten, in kleinste und feinste Teilchen, bis ich mich selber aufgelöst sehe in seiner Person.
Bis dahin werde ich ihn hoffentlich erfolgreich spielen, den BWLer, den Literatur- und Philosophieinteressierten, den Programmierer, den Kommunikationswissenschaftler und Kunstabsorbanten. Ich werde mein möglichstes tun um mich zu verbiegen, als der kompromisslose Opportunist, der ich bin und als Fälscher meiner selbst und als das Plagiat der Welt um mich herum.

Internet

OpenBC, Google-Earth, Blogger usw. lassen das Internet endlich zu dem werden, was es immer versprochen hat: Zur endlosen Verplemperung der eigenen Zeit, bei der man sich aber doch dem eigentlichen Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen, stetig nahe wähnt.

Übersetzung

fickende geruckelkacke
kopulierende vibrationsfäkalie
geschlechtlichen akt habendes zuckungsexkrement

richtig!

Das, was ich hier behauptet habe ist richtig! Und ich stehe dazu! Komme was da wolle!

Schweigen

Ich sitz im Bus
Stille!
Jemand schaut mich an
Aus seinem Gesicht spricht Schweigen
Die Luft
ist gefüllt mit Schweigen
Zum schneiden dick
Mein Nachbar schweigt mich an
Still
Schauen die andern rüber
Der Bus hält an
Menschen
steigen schweigend aus
Jemand schaut ihnen nach
Schweigend!
Ein Räuspern
Niemand traut sich hinzuschauen.
Verlegen
Senkt der Räusperer sein Kopf.
Schweigend
Nehmen die anderen seine Entschuldigung entgegen

Der Valendienst

Der gleißend BlenderSonne viel,
mit hellem breitem StrahlenStiel,
mächtigsattes HimmelBlau,
nebst lustig SchäfchenWolkenSchau,
grasiglauschig FlüsterGrün,
zwischen buntgeschecktem BlumenGlühn,
im flotten flatter FalterWimmel,
unter frischem nassen WiesenHimmel,
am lauen GlitzerSternenKranz,
der SommerSchimmerMondesGlanz,
in wuschig kribblig FrühlingsHaut,
auf wildwuchskitzlig Heidekraut,
als mein herzlichsüßer Valendienst,
für HerzbummerDich, mein Allerliebst.