Dieses Blog IV

Ich übe noch.

Dicht

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Gedicht verbrochen. Eigentlich ist das ja nicht der Richtige Ort (sondern dieser hier oben) aber da ich es so schön finde, ist mir doch auch hier einen Eintrag wert.

Schon OK

Hoppla, das war ein harter Schlag.
Ich hab’s wohl nicht überlebt. Aber
was macht es nun noch für einen Sinn,
„Ich“ zu sagen?

Oder „Du“?
Wo du doch nicht mehr in Reichweite scheinst.
Reichweite wovon?
Menschmenschmensch

Still jetzt,
verschwende auch du kein „Du“.
Nicht für mich. Hier
werde ich es sowieso nicht hören können.

Nein, schon OK, sprich ruhig,
dein Schweigen geht eh unter
angesichts der Massen von Verstummten hier.
Macht ja nix.

Hier gibt es wirklich nichts mehr zu sagen
kein „Du“ und schon lange kein „Ich“,
auch kein „Hier“, nur noch „Nichts“,
oder so.

Und nur ich habe das Recht es zu sagen,
hörst Du?
Nur ich!
Alle andern meckern doch nur.

Eigentlich wollte ich ja SPD wählen

Jetzt sehe ich aber, dass Rocko Schamoni in meinem Wahlkreis für „Die Partei“ kandidiert. Hmmmm. Schwere Entscheidung. –

Nachtrag: Ich seh gerade: Das oberste Wahlziel der „Partei“ ist es „das Merkel zu verhindern.“ Um das zu gewährleisten, darf ich also als guter „Parteisoldat“ natürlich auf gar keinen Fall „Die Partei“ wählen, sondern zum Beispiel die SPD. Puh, da bin ich aber beruhigt.

Also, hier die offizielle Wahlempfehlung von „T I E F“: Unterstützt „Die Partei“, wählt Rot-Grün!

Ich gestehe es

Mein Kopf ist heut so leer. Oje…

Selbstzitate

Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Wie schon Michael Seemann schrieb: „Selbstzitate sind rekursiv“““““““““““““““

Das unmittelbar mediale Nichts

Ein Zitat gehört. Etwa so: „Die Medienkunst ist eine künstliche Kunst“. Wärend die „normale“ Kunst also eine „natürliche“ Kunst ist? Während diese also keine Medien gebraucht? Gibt es „nicht-mediale“ Kunst?

Sicher: „Ich“ male, aber „ich“ mache den Computer malen. Es ist, als sei eine Ebene dazwischen geschoben, als ob der Computer das „ich“ der Autorenschaft erweitert. Aber tat das nicht auch schon der Bleistift oder das Tierblut auf den Höhlenwänden? Wo hört also das „Ich“ auf, wenn ich Medien benutze? Was ist dieses „Ich“, genannt der „Medienbenutzer“, der hinter dem Medium steht, der es kontrolliert, das „ich“, das der Ursprung der Verformung ist die man Kunst nennt? Wenn die Finger abgehackt sind, diese „natürlichen“ „extensions of men“, oder der Arm, oder noch viel mehr, spätestens dann wird man merken, wie sehr man „mittels“ ihnen gehandelt hat. Alles läuft also auf eine entkörperlichte Auffassung von Autorenschaft hinaus. Der Körper wird aufgeressen von dieser Argumentation, sie ist unersättlich. Stück für Stück, Finger um Finger, Arme und Beine, Rumpf, das Herz? Bleibt das Herz verschont? Sieht man mit dem Herzen besser? Ich sehe es schon im blutigen Schlund dieses Denkens entschwinden. Was bleibt? Ein tranzendenthales Bewusstsein, das unmittelbar schaffend gedacht werden müsste? Die Idee in seiner Reinheit, reiner Geist, als das dem Medium vorgelagerte? Doch auch hier bilden Erfahrungen, Präferenzen, Prägungen eine Medialität des Bewusstseins aus. Sogar diese Unmittelbarkeit ist also schon vermittelt. Entleibt man nun auch diesen Geistkörper, diese intelligible Materie dann bleibt … Nichts.

Ars Electronica

Es ist unglaublich interessant dieses Jahr, wohl auch weil ich mittlerweile eine Art Zugang entwickelt habe. Zunächst: Das Wasser wird auch hier nur gekocht, aber man erkennt die kreative Art Feuer unterm Kessel zu machen. Vielleicht an dieser Stelle demnächst mehr darüber. Bin noch ziemlich geflasht. Erstmal sacken lassen…

Zeitgenössische klassische Musik

Was Kunst sein will, muss weh tun! *aua*

dem gefährlichen Halbwissen…

stelle ich mein geniales Semi-vergessen-haben entgegen. (auf der ars)

Mate kennt immer alles…

und ich gar nichts. (Auf der Ars Electronica)