Mit Vollgas durchs Web

Wie ihr merkt, geht das hier alles Schlag auf Schlag. Am Montag der neue Podcast und ein Twitkrit am Dienstag das dazugehörige Blog und heute habe ich endlich mal im FAZBlog veröffentlicht, was ich auf dem Politcamp als Session verarbeitet hatte. Das schöne Buzzword „Distributed Reality“&#x2122.

Im Vortrag habe ich das ganze sozialstrukturell mit dem Organisationsmodell der Gruppe verglichen, hier habe ich mehr Wert auf die Realitätskonstruktion gelegt. Den Gruppenaspekt und seine Verschaltungen mit dem Identitätskonzept will ich mir ein andermal genauer vornehmen.


Wir. müssen reden – Das Release

Max und ich haben uns entschlossen, endlich ernst zu machen. Wir heira… wir haben für unseren Podcast ein eigenes Blog aufgesetzt. Naja, eigentlich hat das eher Max gemacht (unter uns, der dreht gerade echt ein bisschen auf und so… gestern schon Märchenstunde, davor sein eigenes Blog… unheimlich, das.)

Egal! Wir sind sehr stolz! Seht selbst:

wir.muessenreden.de

ACHTUNG: Der Podcastfeed ändert sich damit auf:

http://wir.muessenreden.de/feed/podcast/

Also bitte einpflegen!

Außerdem sind wir jetzt auch da in diesem iTunes drinne. Dort wo man nach uns suchen kann und wo alle anderen sind und so.

Podcastwelt! Wir kommen!


wmr 6 – Zweierlei

Mein geschätzter Freund und Podcastkollege @343max hat jetzt ein Blog: 343max.de und dort hat er auch auch zweitens, die Neue Folge wmr veröffentlicht. Was ich hiermit auch tue.

Viel Spass!

Wir müssen reden 6

Themen:

– Frühling
– Greenpeace vs. Nestlé
– YouTube vs. Viacom
– Politcamp / Liquid Democracy
– Postprivacy
– Chatroulette
– Health Care
– noch mal Liquid Democracy
– Ploms “das egoistische Mem” Vortrag auf der re:publica 09

So Dinge

Der Blogjob ist ein harter. Denn auch wenn es oft eine tolle, einfache Sache ist, schreiben zu können, was man will, kann ganau das eine enorme Belastung sein. Besonders, wenn man sich einem Thema nicht gewachsen fühlt. Es brauchte gefühlt 146 Anläufe, eine halbe Magisterarbeit vollgeschriebenen, aber weggeworfernen Text und schließlich einen @Plomlompom um diesen Umstand zu beheben. Jedenfalls ist er fertig, der Text.

Ansonsten war das Politcamp toll und wir haben Liquid Sesssion präsentiert und ich habe über „Distributed Reality“ gesprochen – das neuste Buzzword aus dem Hause mspro! Darüber werde ich hoffentlich in nicht allzu langer Zeit auf Ctrl-Verlust berichten, verlasst euch drauf!

Nach einer kurzen Verwirrung am Montag (ich hatte kurz gedacht, dass ich mal einen Tag ausspannen kann) hab ich gleich wieder die Arbeit aufgenommen. Der Output muss gesteigert werden, wo kämen wir denn da hin? Außerdem ist re:publica ja auch bald.

Und dann noch mal in uneigener Sache. Johnny von Spreeblick sucht noch dringend jemanden, der das Interview, was Spreeblick hier geführt hat, bestätigen kann. Denn Primacall will, dass Spreeblick alle Blogs, die jemals darüber berichtet haben, irgendwie …löscht … oder so. Komisch. Egal. Sind ne ganze Menge. Die hier unten zum Beispiel und mittlerweile ne Menge mehr, tendenz: rapide wachsend. Eine Sisyphusarbeit im klassischen Sinn. Man kann Johnny da nur bemitleiden, das dürfe ihn den Rest seiner Lebenszeit kosten:

http://www.netzpolitik.org/2009/primacall-hat-klage-gegen-spreeblick-eingereicht/

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/09/03/primacall-vs-spreeblick/

http://buskeismus-lexikon.de/325_O_230/09_-_26.12.2010_-_primacall_vs._Spreeblick_-_der_Finanzst%C3%A4rkere_wird_obsiegen

http://www.verbraucherrechtliches.de/2007/06/13/interview-eines-callcenter-mitarbeiters-von-primacall/

http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Primacall

http://www.blogator.de/das-leben/werbeanruf-von-primacall/

http://www.verbraucherrechtliches.de/2007/08/07/primacall-mahnt-spreeblick-ab/

http://www.leport.de/archives/uebersicht/primacall-mit-dem-kopf-durch-die-wand/

http://xxlkillababe.wordpress.com/2007/06/13/neues-von-primacall-den-berliner-telekommunikations-dienstleister/

http://kingbalance.blogspot.com/2007/06/neue-wege-prima-primacall.html

http://www.textberater.com/news/spreeblick-drohen-250-000-euro-strafe-wegen-blog-beitrag/

http://off-the-record.de/2009/09/03/250000-euro-primacall-verklagt-spreeblick/

http://carluv.wordpress.com/2009/09/03/jakonomie-die-nachste/

http://trash-wissen.de/2009-09-03/primacall-verklagt-spreeblick/

http://wolfrevo.wordpress.com/2009/09/03/der-streisandeffekt-und-spreeblick/

http://www.ruhrbarone.de/primacall-verklagt-spreeblick/

http://gedankenblitze.net/archives/7765

http://www.normcast.de/diverses/spreeblick-ueber-primacall/

http://www.blogator.de/index.php?Submit=Suche&s=primacall

http://meedia.de/nc/details/article/primacall-verklagt-spreeblick_100023014.html

http://www.oneview.de/user/rosatier/url/67378227/

http://der-hoenower.de/2009/09/04/aufatmen-beim-trainer-nun-hat-spreeblick-sorgen/

http://www.jurablogs.com/de/primacall-vs-spreeblick

http://www.jurablogs.com/de/spreeblickde-insider-bericht-ueber-primacall

http://www.kanzlei-richter.com/spamabwehr-nachrichten/spreeblickde-insider-bericht-ueber-primacall.html

http://verlorenegeneration.de/2009/09/03/primacall-spreeblick-interview-bei-wikileaks/

http://verlorenegeneration.de/tag/primacall/

http://gedingst.de/2007-06-13/primacall/

http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Primacall-verklagt-Top-Blog-Spreeblick_86929.html

http://dermorgen.blogspot.com/2007/08/spreeblick-wird-abgemahnt.html

http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:6fLmWzNtUhMJ:content.wuala.com/contents/WikiLeaks/new/Germany/spreeblick-primacall-interview.pdf%3Fdl%3D1%26lang%3Dfr+spreeblick+primacall&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESheEmxpTCCRyn7UcHKW3z5nWhKoHYa1Q2kDGrOqNHHcWWvIhDVQPEeKsH7S5Kw0EZtmZr6X_8U3MSp4JPiMa9JWJeT2abTbePr_fzD1RWhK8di8mCINCEHOT4OhSsTsrHb0zLjp&sig=AHIEtbS0KzwH_FX4nvFKMHNc5TVcLZNiXg

http://www.heise.de/tp/blogs/8/144806

http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Telekommunikations-Dienstleister-verklagt-Spreeblick-Blog/forum-165279/list/e-all/hs-0/

http://www.antispam.de/forum/showthread.php?t=11160&page=5

http://www.webmasterwork.com/page/index.php?page=Thread&postID=345649&s=db5ef53daf04677e0ac166854c048c747cf3c5b5#post345649

http://www.trueten.de/plugin/tag/primacall

http://www.taxedo.de/?p=2348

http://www.infolust.info/tags/primacall


Der „Zweite Markt“ in Brandenburg

Im Grunde passiert genau das, was ich hier aufgeschrieben habe. Im Gegensatz aber zum „Zweiten Markt“ der Aufmerksamkeit, ist der „Zweite Markt“ der „sozialen Teilhabe“ wenig ansehnlich und hoffentlich kein Modell der Zukunft.

Tagesspiegel:

Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Aufschwungphase benötige man heute etwa ein Drittel der Menschen tatsächlich nicht mehr als Arbeitskräfte. Und man habe es geschafft, den Leuten einzureden, dass sie selbst schuld daran seien. „Mir haben 40-Jährige gesagt, ich bin zu alt für den Arbeitsmarkt“, sagt Willisch. Ein gigantischer Verdrängungswettbewerb um soziale Teilhabe sei da im Gange, der sich längst nicht auf sogenannte Unterschichten beschränke.

Wir müssen verdammt schnell weg, von dieser immer gefährlicher werdenden Ideologie.

via: riot36


LiquidSession

Kommen wir mal zu etwas wirklich wichtigem.

Die letzten Tage habe ich mich vor allem zusammen mit @booldog unter Hochdruck um die Realisation von LiquidSession gekümmert. Und gestern Abend haben wir gelauncht.

LiquidSession ist ein Sessionplanungstool, das wir für das Politcamp 10 konzipiert und gebaut haben. Die Idee kam von Andreas Baum. Der ist nämlich nicht nur Vorsitzender der Piraten in Berlin, sondern auch Mitglied beim Liquid Democracy e.V..

Liquid Democracy ist eine neue Form der demokratischen Organisation. Das Verfahren steht irgendwo zwischen direkter und repräsentativer Demokratie und doch etwas ganz eigenes.

Man kann dort nämlich jeden, wirklich jeden zu seinem Themenvertreter bestimmen. (Delegated Voting) Niemand hat Zeit und Lust sich um jedes Thema in der Politik zu kümmern. Nicht mal Politiker, deswegen werden auch aus den Bundestagsfranktionen immer einzelne Leute für ein Themengebiet bestimmt. Die Fraktion folgt dann meist eben den Empfehlungen dieses „Berichterstatters“.

Mit Software lässt sich diese Form der Demokratie nun auch für größere Komplexitäten implementieren. Wenn jeder nicht nur selber wählen, sondern auch gewählt werden kann, so die Hoffnung, hat jeder mehr Macht über die Entscheidungen und dennoch die Möglichkeit so wenig mit Politik behelligt zu werden, wie er will.

Das beste aber: Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen normalen Bürgern und Politikern. Jeder ist ein potentieller Volksvertreter des jeweils anderen. Es gibt keine politische Klasse mehr. Bewegungen können sich abseits von starren Parteistrukturen schneller finden und formieren, niemand hat mehr einen Grund, sich einerseits fatalistisch zurück zu lehnen und auf die da Oben zu schimpfen oder sich in einem Gefühl der Ohnmacht zurückzuziehen.

Außerdem glauben wir, dass ein solches System „bessere“ Entscheidungen hervorbringt. Wenn jeder frei aus sich heraus Leute beauftragt, die sie/er für kompetent hält – selbst, wenn das nur ein Verdacht ist – dann werden Entscheidungen tendenziell kompetenter getroffen. Kompetenter jedenfalls als bei der direkten Demokratie (Kompetenz egal) und auch kompetenter , als bei der repräsentativen Demokratie (Kompetenz generell vermutet aber thematisch meist unbestimmt).

Klar, gibt es noch allerlei Probleme mit dem System der Liquid Democracy. Die Wahlen sind nicht geheim. Die Komplexität, die dieses Verfahren auch generiert, dürfte so manchen noch überfordern. Und ein paar Unklarheiten bei der Implementation gibt es auch noch. Ich würde ungern das System der Bundesrepublik darauf umstellen. Aber bei der Piratenpartei in Berlin werden erste, wertvolle Erfahrungen im parteiinternen Willensbildungsprozess gemacht.

Insgesamt halten wir LD für den interessantesten Ansatz Demokratie neu zu denken und mit Computer gestützten Verfahren neu auszuloten.

Unser Tool soll politische Menschen und auch die Entscheidungsträger, die auf dem Camp angekündigt sind, mit dem Konzept in Berührung bringen. Deswegen haben wir versucht, das Prinzip des „Delegated Voting auf die einfachste und verstehbarste Variante herunter zu brechen und allerlei Konzepte entwickelt, die Leute „abzuholen“. Außerdem soll soll das ganze ein Experiment werden, um zu schauen, wie das Konzept verstanden und angenommen wird.

Wir sind sehr gespannt!


Wo ich gerade dabei bin

ein paar Dinge in das rechte Licht zu rücken, noch einige Nachreichungen. Seit einiger Zeit macht Don Alphonso gegen mich Stimmung. Ich kenne Don Alphonsos Tätigkeiten und sein kompliziertes Verhältnis zu Fakten schon länger und auch im Bloggerumfeld ist es bekannt. Deswegen habe ich erst mal dazu geschwiegen, in der Hoffnung, das möge sich von selbst erledigen. Leider muss ich aber damit rechnen, dass die Aussagen Don Alphonsos bei Unbeteiligten zu Missverständnissen führen könnten. Dem vorzubeugen, ein paar Klarstellungen:


1. Ich bin kein Social-Media oder sonst irgend ein „Berater“.

Auch wenn ich in den letzten Artikeln über die Social Media Berater Branche namentlich auftauche, was den Eindruck erweckt, dass ich selber Teil davon bin. Nein, ich bin es nicht. Ich habe noch nie Personen oder Firmen in dieser oder anderer Hinsicht „beraten“. Danke, für Anfragen. Aber Don Alphonso’s „Informationen“ scheinen in dieser Hinsicht nicht korrekt zu sein.

2. Ich bin weder Geschäftspartner von Sascha Lobo noch von Johnny Haeusler.

Obwohl Don Alphonso das mehrfach behauptet, habe niemals Geschäfte mit einem der beiden Personen oder irgendwelchen Firmen, an die sie angeschlossen sind, gehabt und habe mich nie an kommerziellen Projekten mit einem von ihnen beteiligt. Ich habe mit Sascha Lobo zusammen die erste Twitterlesung organisiert und er war auch hier und da bei einigen anderen dabei. Das sind aber rein unkommerzielle Spaßprojekte, an dem niemand irgend einen Cent verdient hat. Im Gegenteil. Auch Johnny Haeusler war als Moderator bei der ersten Twitterlesung dabei. Darüber hinaus, habe ich kein Projekt mit ihm gehabt. Dass ich ein „Geschäftspartner“ sei, entspringt einzig der Phantasie des Autos der Blogbar.


3. Ich habe mich nie bei Don Alphonso „eingeladen“.

Als ich einmal in der Gegend um München mit meiner damaligen Freundin unterwegs war, habe ich ihm per Handy (damals noch ein sehr eingeschränktes Sony Ericsson-Handy) eine E-Mail geschrieben, dass ich in der Nähe sei und gefragt, ob er uns empfangen würde. Ich habe damals keine Antwort von ihm bekommen. Ich sehe das nicht als Problem an, sondern als ganz normalen Vorgang, wie er in den Verhältnissen, in denen ich lebe üblich ist.


4. Ich habe keine Lügen über Don Alphoso in die Welt gesetzt.

Im Gegensatz zu dem, was Don Alphonso behauptet, habe ich niemals – jedenfalls nicht wissentlich – die Unwahrheit über ihn verbreitet. Es kann sein, dass ich mich irgendwo geirrt habe, das kann und möchte ich nicht ausschließen. Um das heraus zu finden, bin ich allerdings auf die Mitarbeit von Don Alphonso angewiesen. Da er auch auf mehrfache Anfrage nicht anders, als mit dem Löschen der Frage geantwortet hat und auch auf mein Gesprächsangebot hier nicht eingegangen ist, nehme ich an, dass auch diese Behauptungen gegenstandslos sind.

Ich stehe jederzeit zu dem „Kontrollverlust„, den ich auch für meine öffentliche Person konstatiere und akzeptiere. Das betrifft auch diesen Kontext. Ich will mich – zumindest juristisch – nicht gegen die falschen Tatsachenbehauptungen wehren. Das ist nicht mein Stil. Wer sein Weltbild von Don Alphonso prägen lassen will, dem werde ich nicht daran hindern können und das will ich auch nicht.

Dennoch nehme ich mir das Recht, die Dinge richtig zu stellen, die Don Alphonso über mich behauptet. Auch weil ich fürchten muss, dass er über mich in weniger öffentlichen Kontexten diese und andere Dinge unwidersprochen behaupten kann. Daraus könnten Unannehmlichkeiten für mich entstehen. Ich vertraue aber darauf, dass man dort, wo solcherlei der Fall sein könnte, mich persönlich kontaktieren und fragen würde, was an den Anschuldigungen dran sei.


Mein gelöschter Kommentar bei Don Alphonso

Es scheint, als habe mich Don Alphonso per Spammarkierung aus der Blogbar ausgeschlossen. Ich nehme es ihm nicht übel. Das ist sein Blog, da darf er tun was er will.

Nur er tat es, nachdem er mir unterstellt hat, ich würde öffentlich Lügen über ihn verbreiten. Ich hab mehrmals versucht nachzufragen, die Sache zu klären. Das will Don anscheinend nicht und löschte den Kommentar.

blogbar

Aber ich möchte es ganz gerne geklärt haben, denn, wenn das stimmt, was Don mir unterstellt, dann sollte ich mich wirklich was schämen. Sowas tut man nicht und da bin ich auch sehr streng mit mir.

Ich will die Sache also aufklären. Und zwar möglichst schnell.

Lieber Don, wer wird denn gleich löschen, wenn ich höflich nachfrage?

Immerhin ist das etwas justiziables. Also das, was du mir unterstellst und – solltest du nicht recht haben – auch das, was du hier tust, indem du es mir unterstellst. Da sollte man also sehr achtsam mit umgehen.

Ich jedenfalls möchte das gerne geklärt haben, denn ich könnte nicht schlafen, wenn ich tatsächlich Lügen über Dich verbreitet haben sollte.

Sieh diesen Post also bitte als Gesprächsangebot und hilft mir bitte herauszufinden, wo ich Lügen über Dich verbreitet habe. Ich werde natürlich alles erdenkliche tun, das wieder gut zu machen.

Ich danke dir schon mal im voraus.


Die Idee des Zweiten Markts

die ich hier im FAZBlog beschrieben habe, reicht noch weiter, als nur für den Informationsmarkt. Ein „Externer Effekt“ eines anderen, nicht-monetären Marktes ist auch auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten. Genau genommen war es dieser Artikel von Weissgarnix über den Arbeitsmarkt, der eine wichtige Grundlage dieser Idee war.

Wenn die Menschen tatsächlich für das selbe Geld, dass sie bei Hartz4 bekämen, arbeiten gehen, so Weissganix, kann an der klassischen ökonomischen Theorie irgendetwas nicht stimmen. Dieser Zustand ist nämlich nach den gängigen Theorien schlicht unmöglich.

Das, was daran nicht stimmen kann, nenne ich den Zweiten Markt. In diesem Zweiten Markt ist der potentielle Arbeitnehmer eben kein Abeitszeitanbieter, sondern ein Arbeitsplatznachfrager. (Und seien wir ehrlich, diese Situation ist für viele spürbar. Das geht weit über einen Käufermarkt im Arbeitsmarkt hinaus!)

Dieser zweite Markt, der meines Erachtens vom kulturellen Wertegefüge unserer „leistungsorientierten“ und in protestantischer Arbeitsethik ertränkten Gesellschaft erst erschaffen wird, belohnt denjenigen, der Arbeit hat, mit einem Mehr an symbolischen Kapital (Bourdieu) und bestraft denjenigen, der keine findet.

Dies wiederum zeitigt den Externen Effekt auf den realen, monetären Arbeitsmarkt, so dass Menschen für real 0 Euro arbeiten, Teilweise sogar dafür bezahlen, arbeiten zu dürfen. Auch hier glaube ich, dass sich dieser Effekt verstärken wird, denn Arbeit wird bekannter maßen auch immer knapper – wenn man hier nicht kulturell gegensteuert. Arbeit ist Scheiße, sollte das neue Kredo gegen Ausbeutung sein!


Und dann rede ich gerade

mit Riko über Firmen, die die Websites von Social Networks intern blocken. Ein strukturelles China, mitten in Deutschland und zwar allenthalben. Das ist kein zu unterschätzendes Problem, immerhin werden dort bei Millionen von Menschen die mentalen Konfigurationen für die Akzeptanz von Sperrvorhaben konditioniert.

Buzz hat diese Mauer jedenfalls durchbrochen. Keine Firma kann es sich leisten, Google auszusperren, wenn es weiterhin effektiv arbeitende Mitarbeiter haben will.

Unser „internes China“ ist somit schon Google zum Opfer gefallen.

Danke Google! Weiter machen!