Schrödis Elefantenextrarunde im Porzelanladen

Alle rätseln, was hatte er da nur genommen: Hier die Antwort.

NACHTRAG: Für alle, die die Porzelanladenrunde nicht gesehen haben, die Tagesschau hat hier einen Stream. Köstlich.

Was wird aus Merkel?

Alles in allem, wird das eine blutige Angelegenheit. Aber ich glaube nicht, dass die Union sie vollkommen abkocht. Da ja eine Regierungsbeteiligung für die Union durchaus noch drin ist, kann ich mir sogar noch einen Posten für sie vorstellen. Natürlich nicht in der ersten Reihe, aber so etwas wie stellvertretende Assistentin des Chefsekretärs des Ausschussvorsitzenden des Umweltreferates der CSU-Fraktion wäre schon noch drin, immerhin hat sie ja wertvolle Erfahrungen als Umweltministerin.
Oder als Gleichstellungsreferentin im Büro eines Bundestagsabgeordneten.
Oder als Betriebsratsvorsitzende einer Ich-Ag.
Oder …

Tja, und nu?

Also da ihr sicher nicht auf mein Blog kommt, um zu lesen was so passiert ist, kann ich einzig darüber schreiben was passieren wird. Das ist natürlich ein völlig überzogener Selbstanspruch und es ist von vornherein klar, dass das alles Quatsch ist was dabei rumkommt. Aber es macht eben doch tierisch Spaß.

Nun:

Jamaika ist wirklich ein schönes Land, aber sehr, sehr, sehr weit weg. Die Ampel ist mit der FDP einfach nicht zu machen, die sieht da absolut schwarz.
Außer der großen Koalition kann man, denke ich, alle weiteren Alternativen ohne weiteres ausschließen. Also die Große … aber wer wird dann Kanzler?

Zunächst: Schröders Auftritt in der Elefantenrunde war wirklich nicht besonders geschmackvoll. Aber der Mann hat nun mal einfach Recht. Ihm Realitätsverlust vorzuwerfen ist vollkommen ungerechtfertigt. Er hat eine weitaus bessere machtpolitische Position als Merkel oder irgendein anderer eventuell aus dem Hut zu zaubernder Unionskandidat.
1. Schröder hat den größeren Rückhalt in der Bevölkerung. Merkel wurde durchaus nicht gewollt. Die Leute wollten Schröder als Kanzler, Merkel hingegen wollte so richtig nicht mal die Union selbst.
2. Schröder hat den größeren Rückhalt im Bundestag, denn im Zweifelsfall wählt die Linke ihn, und nicht Merkel.
3. Aber das Allerwichtigste ist: Er sitz so fest im Sattel seiner Partei wie nie zuvor. Der Wahlkampf, ganz besonders seine Zuspitzung war einzig auf seine Person ausgerichtet. Wenn das Ergebnis der SPD tatsächlich gedreht wurde, dann einzig durch ihn. Das heißt, er ist in seiner Partei zur Zeit unangreifbar, steht politisch absolut gestärkt da. Ganz im Gegensatz zu Merkel. Die kann sich einzig immer nur wieder hinstellen und auf ihren (1% !!!!) Vorsprung pochen, hat doch aber in Wirklichkeit nichts in der Hand und kann froh sein wenn sie bis Dresden noch nicht gelyncht worden ist. Da hat Schröder schon recht: Dieses Prozentpünktchen ist tatsächlich nur eine reine Formalie. Machtpolitische Legitimation sieht anders aus. Alle Zeichen stehen auf Schröder.
Und da auch kein Retter in letzter Sekunde aus der Union geritten kommt, (nein, Wulf kann nicht reiten, und Merz hat gerade erst seine Krawatte zurechtgerückt), wird Schröder, ja Schröder Kanzler einer großen Koalition. Wie er die Union dahin bekommt? Ganz einfach:
Phase 1: Immer rein in die Fresse, bis die Merkel vor laufender Kamera anfängt zu heulen.
Phase 2: Die Union bekommt einige politische Zugeständnisse untergeschoben und meinetwegen noch einen extra Ministerposten obendrauf, und fertig ist die Suppe. Die Union wird sich winden, sie wird stöhnen, aber sie wird Schröder akzeptieren.

So wird Politik gemacht.

Jetzt bin ich vor allem gespannt, …

wie die Selbstzerfleischungsorgie der Union verlaufen wird. Die Dramaturgie scheint bereits im ersten Akt angekommen zu sein. Kirchhof ist das erste Opfer, danach ist Merkel dran. Als Gewinner wird wohl die Riege Koch, Merz und Wulf die Führung übernehmen. Das wäre der endgültige Generationswechsel, dann hat kein ehemaliger Kohlmagager noch irgendwas zu melden. Eines ist sicher: das Blut wird fließen. Die Frage ist nur, ob die Protagonisten sich noch bis Dresden am Riemen reißen können. Ich glaube da nicht dran.

NACHTRAG: Merkels einzige Chance ist jetzt noch, dass die FDP von ihrer Schwampelablehnungsdogmatik abrückt und zwar noch bevor sie vom Reisswolf verschlungen wird. Also ganz, ganz, ganz schnell. Ach ja, und da sind dann ja noch die Grünen. Nun ja, die werden sich erstmal gemächlich zurücklehen und interessiert (und nicht ohne Schadenfreude) verfolgen was passiert. Also nix mit schnell. Und tschüss Merkel.

So der Wahltag geht zu ende …

und ich habe zwei neue persönliche Rekorde aufgestellt mit meinem Blog. Das erste mal habe ich es geaschafft, sechs Blogeinträge an einem Tag zu produzieren. Das erste mal habe ich es geschafft weniger als vier Besucher an einem Tag auf meinen Seiten zu begrüßen. Hat wohl beides mit der Wahl zu tun. Naja, ich für mich weiß: ich hatte die bessere Berichterstattung.

Mein Miwo Marco sagt …

Guido Westerwelle wird Kanzlerin.

Der Verlierer steht auch schon fest

Es sind die Meinungsforschungsinstitute, die alle voll daneben gelegen haben. Wenn es etwas positives gibt, das diese Wahl offenbart hat dann, dass das Leben doch nicht berechenbar ist. Die Statistik ist tot. Es lebe das Leben.

Der Gewinner steht fest

Es ist …. tatatataAAAA: CDUCSUSPDGRÜNEFDPLINKE! Nur am Kanzler haperts noch. Aber warscheinlich sieht es nach Angela Schröder aus, wenn Gerhard Merkel ihr nicht doch noch dazwischenfunkt. Prost Deutschland.

Wahl: Hoffnungserhaltende Maßnamen

Ich geh erst 17:59 zur Wahl. Dann kann ich meine Hoffnungen bei den Hochrechnungen bis zuletzt darauf ausrichten, dass sie meine Stimme ja noch nicht gezählt haben.

Mal sehen ob’s hilft…

Feedbackschleife III

Ich sach’s doch. Ich wollt hier auch nur mal kurz diesen Link setzten, zu einem Podcast, in dem ein Blogger berichtet, wie er im Wahlblog gelesen hat, dass eine Radioreporterin live über einen anderen Blogger (Felix) berichtet, der gerade live vom CSU Parteitag berichtet. So, damit habe ich dann wohl meine publizistische Rückkopplungspflicht erfüllt.

Ach ja: An dieser Stelle noch mal der Aufruf an alle anderen Blogger, die dies hier lesen, doch bitte ihrerseits darüber zu berichten, dass ich berichtet habe, dass ... etc etc etc … ad infinitum

*AUA*