Hört zu

„hört zu, aufgepaßt, jetzt reichts, ihr müßt aufstehen und davongehen, sonst geschieht euch ein Unglück oder – was aufs gleiche hinausläuft – es geschieht euch nichts. Abgesehen vom Tod Eurer Muttersprache, was ihr so nennt, ihr werdet sehen, eines Tages wird sie euch nicht mehr antworten. Los, aufgebrochen jetzt. Hört zu … glaubt nicht so schnell, glaubt mir, daß ihr ein Volk seid, hört auf, denen ohne Protest zuzuhören, die euch sagen ‚hört zu‘ …

(J. Derrida, Einsprachigkeit)

Ihr blöden Ärsche

Ich zerschmetter die Welt! Ich piss auf eure Köpfe! Ihr blöden Wichser, ihr. Ich mach euch alle fetrig! Was wollt ihr denn von mir? Hahahaahaha. Ich bin der Master of the Universe. Ich mach dich platt du dumme, kleine, beschissene, jämmerliche Kreatur. Du willst dich mit mir anlegen? Hä? Ich freu mich schon, dann zerquetsch ich dich wie ne Made. Ich trete dich platt wie einen Wurm. Ich mach jeden Fertig der es nochmal wagen sollte ….

Nachtrag: Dieser Artikel ging von völlig falschen Grundvorraussetzungen aus, die aber jetzt geklärt sind.

Wir alle sind Kollegen!

ACHTUNG Hannoveraner:

Ihr seid also „Kietzkollegen“-Googler. Tja, ich habe mich vertippt: Es heißt natürlich „Kiezkollegen“, also ohne „t“. Aber da haben wir ja schließlich was gemeinsam oder nicht? Vielleicht reicht euch diese Gemeinsamkeit ja den ganzen Blog zu studieren. Ich schreibe nämlich auch noch über andere Dinge und das mit ebenso fragwürdiger Rechtschreibung. Also seid herzlich willkommen. 🙂

Ach und das ist auch n guter Freund von mir… (hihi, jaja, ich weiß, ist alt, aber immer wieder witzig) … aber nun zu der wirklich wichtigen Nachtricht:


Ab heute steht das Kietzkollegenportal für Hamburg offen.

Kietzkollegen ist eine lokal basierte Community, die mein guter Freund (das ist auch noch n guter Freund von mir…) Mark, ähhh migthyM (dessen Blog endlich wieder geht) auf die Beine gestellt hat.
Es ist praktisch so etwas wie openBC, nur dass es nicht um Geschäftskontakte geht, sondern einfach um die Jungs und Mädels vom Kietz eben (nein, nicht nur St. Pauli). Wer kennt wen, über wen, mit wem lässt sich am ehesten ein Bierchen trinken usw. Natürlich ist das ganze nicht so kommerziell ausgerichtet wie openBC (armer Mark kriegt keine müde Mark, HAHA) und auch nicht so spießig und verkrampft.

Ihr werdet staunen, wie klein Hamburg doch ist. Kietzkollegen gab es zu erst in Hannover und ging dort im August an den Start. Innerhalb der jetzt …. äh ziemlich wenigen Monate hat das Ding schon über 6000 registrierte Nutzer. Und das Ding lebt! Die erste grandiose Kietzkollegenparty ist dort auch gerade überstanden und Mark hat seinen Kater wieder kuriert.

Also: An alle Hamburger. Hin da, registrieren und los gehts!

Ach ja, da das ganze auf das suchen und finden von Leuten ausgerichtet ist, macht es Sinn sich dort mit Realname und am besten mit Foto zu bestücken.

PS: Achja, mich findet man dort ganz untypisch unter ms. Ich musste die Gunst der Stunde einfach ausnutzen 😉

UPDATE: Leider stellten sich dennoch ein paar Kinderkrankheiten ein und dass wo ich schon meinen Account eingerichtet und fleissig Leute eingeladen hatte. *Hmf* Ich denke, ihr solltet mit dem Anmelden noch bis Nachmittag warten …

… war das jetzt richtig so, Mark? Und du meinst wirklich, dass ich das Geld rechtzeitig bekomme … du weißt meine Mutter und so ….

Jung von Matt und all die anderen, jetzt passt mal auf:

So ziemlich alle Blogger

fallen fast vom Hocker

vor lachen,

weil sie stundenlang Gags

über eure schwachen

PR-Hacks machen

Wir mögen den Austausch

offen und weltweit

Kein Link zeigt

auf euren Blinkscheiß

Kein Mensch klickt

auf ne Flashsite

(abgewandelt einszwo)

mag liebe muss

Ich mag Lyssas Blog. Ich liebe ihren Podcast. Ich muss zu der Lesung am 1. Dezember in Hamburg. Wer kommt mit?

Du bist doppelt geklaut

Jedenfalls wenn das Bild echt ist, Jonny hat noch so seine Zweifel. Danke auch an Tobi Bauer.

UPDATE: Das Bild ist echt. Die Kampagne ist echt. Alles echt. Ich schließe mich dennoch den kritischen Stimmen an, die meinen, man dürfe nicht zu vorschnell die NS-Parallele mit allen Konsequenzen ziehen (wobei ich mich frage, wer das getan hat). Ich jedenfalls will das nicht. Dennoch: Es ist bezeichnend, wie hier wie dort mit den GLEICHEN MITTELN gearbeitet wird. Durchhalteparolen bleiben Durchhalteparolen. Billig waren sie immer, ob NS, DDR, oder BRD. Deshalb entlarvt dieses Bild die DBD Kampagne als das was sie ist: billige Propaganda.

UPDATE2: Es sind ja doch sehr viele Blogger, die jetzt über diese Blogaktion meckern. Sie meinen, die beteiligten Blogs würden dort unstattliche und gemeine Vergleiche anstellen. Nun, zeigt mir eines, welches das tut. Eines, das die Macher der Kampagne in die NS-Ecke stellt. Bitte nur ein einziges. Statt dessen sehe nur lauter Rumnörgler, die um des Rumnörgelns rumnörgeln.

„Was können denn Jung von Matt dafür, dass die Nazis das schon mal gebraucht haben?“ ist die immer wieder neu aufkommende Frage. Nix, hat das etwa jemand behauptet? Darum geht es doch gar nicht. „Du bist Deutschland“ war auch schon plump und billig, noch bevor dieses Foto auftauchte. Und es wäre auch plump und billig, wenn es dieses Foto nie gegeben hätte.
Dieses Foto ist einfach nur eine göttlich realsatierische, absolut voll ins Schwarze gehende, mit Anlauf in die Ärsche tretende Bestätigung all dessen, was auch schon vorher an der Kampagne zu Recht kritisiert wurde. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Und ob Häme dabei ist? Was für eine naive Frage. NATÜRLICH ist das Häme. PUR! WAS DENN SONST? Und kann es eine bessere Steilvorlage dafür geben?

Häme ist das, was dem Meinungskrieg in der Blogsphere erst den Speed gibt, den sie bisweilen entwickelt. Sie ist der Holzknüppel, mit dem die all die Säue durch Dorf getrieben werden. Nur hätte Jonny wohl nie gedacht, dass sich diese Knüppel auch mal gegen ihn wenden. Traurig das.

UPDATE3: Lars Cords von der DBD-Kampagne höchst persönlich schaltet sich gerade in die Debatte mit einem Kommentar bei Spreeblick ein. Leider scheint er nicht ganz zu begreifen, was hier kritisiert wird, bzw. wie das Bild wirkt. Lars: Setzten – sechs! Zur Erkärung: Du bist zwar kein Faschist, aber halt einfach so dummdreist wie einer. Trotzdem: Respekt, dass du überhaupt was sagst.

UPDATE4: bembelkandidat hat eine ausführliche chronologische Auflistung der Verbreitung, in der ich jetzt auch enthalten bin.

Merkel, die ohnmächstige der Welt

In Anbetracht des relativ geringen Entscheidungs- und Handlungsspielraumes des Deutschen Bundeskanzleramtes, welche sich in dem Euphemismus „Richtlinienkompetenz“ auspicht, sowie Merkels wackelige Stellung innerhalb der eigenen Partei und der SPD als Koalitionspartner sowieso, sowie ihr ziemlich geringer Rückhalt in der Bevölkerung, würden mich eher vermuten lassen, dass Merkel die wohl am wenigsten mächtige Regierungschefin der Welt sein dürfte.

Aber da können sich die SPONalisten ja leider keinen drauf runterhohlen.

Hier draussen, im Web 2.0

Ja, ich weiß, ich hatte versprochen einen Text zu Web 2.0 zu schreiben. Beim durchfliegen meines Blogs bin ich darauf gestoßen, dass ich diesen Text schon lange geschrieben hatte. Und zwar deutlich bevor ich von dem Wort „Web 2.0“ und den dazugehörigen Diskussionen irgendwas mitbekommen hatte. Er kreist das Thema mehr in Form einer literarischen Reflexion ein, bringt aber die wichtigsten Punkte dennoch zur Geltung. Nach nochmaligen überfliegen dieses Textes kann ich nur sagen: Das ist für mich „Web 2.0“, das ist es, was ich darin sehe und zwar optimistisch sehe.

Also, hier gehts weiter

PS: Ich werde dennoch irgendwann einen neuen, anderen Schreiben

Technik gegen Armut

Mit technisch optimistischen und vermeintlich allzu altruistischen Gebärden versucht die westliche IT-Welt Afrika zu retten. Die Powerkurbel am Billignotebook soll den schwarzen Kontinent endlich in das goldene Zeitalter des Web 2.0 überführen, um dann auch postkolonial gebrochene Identitäten im Netz zugänglich zu machen.

[via: IT&W]

Kritische Stimmen werfen allerdings ein, Afrika habe doch ganz andere Probleme: Korruption, Gewalt, Kriminalität, Armut. Da kann man nur hoffen, dass das niemand Negroponte erzählt hat. Denn spinnt man in seinem Duktus diesen Kontext konsequent weiter, ließen sich durchaus noch weitere „humanitäre“ Taten in Hardware gießen, wie dieser anschaulich bedrückende Film deutlich macht. Wer rettet Afrika … vor dem MIT?

[via: mate]

Nachtrag: Sorry, die Links zu mate und IT&W gehen zufälliger Weise gerade wohl beide nicht. Naja, mein Blog war auch kurz weg, so wie all die anderen, die auf Blogger.com gehostet sind, ja sogar google itself war heut am abk***en. Was ist bloß mit dem Internet los?
Das soll Web 2.0 sein? Ich nenne das Web 404!

Bekenntnisse zur Außenpolitik

Liebe Blogger,

Hiermit möchte ich einige Bekenntnisse zur Außenpolitik dieses Blogs definieren, weil ich oft in euer Territorium eindringe und dort auch ab und zu dazu neige, meinen Senf zu bestimmten Dingen loszuwerden. Dies ist ja an sich etwas ganz normales und auch ich denke, dass ich mich in dieser Hinsicht zu allen anderen Bloggern kaum unterscheide. Dennoch, aus aktuellem Anlass:

1. Ich lese vor allem Blogs, die ich mag. Ich bin keiner der Leute, die täglich ihre Aufregdosis brauchen und deshalb auf Blogs rumlesen, die sie eigentlich hassen.

2. Ich kommentiere grundsätzlich nur in Blogs, die mir sympathisch sind. Es gab nur sehr wenige Ausnahmen bisher und ich gedenke, dies auch in Zukunft zu unterlassen. Es führt sowieso zu nichts.

3. Ich kommentiere gerne und viel, versuche mich aber zusammenzureißen und wohl dosiert zu kommentieren. Ich bin kein Stalker und habe auch nicht vor, einer zu werden.

4. Ich kommentiere Artikel meistens positiv. Zu Artikeln, die ich überhaupt nicht mag, sage ich meistens gar nichts. Wenn ich Kritik habe, äußere ich sie.

5. Ich diskutiere gerne und lange. Diskussionen sind mein liebstes Hobby beim Bloggen, ich finde sie meistens anregend, inspirierend und erkenntnisreich.

6. Ab und zu diskutiere ich hart. Es macht mir nichts aus, Mitdiskutanten vorzuführen, hier und da herumzusticheln oder auch mal eine Gemeinheit loszulassen. (wenn mir der oder diejenige dennoch sympatisch ist, mache ich meist ein 😉 hinter mein Kommetar) 😉

7. Ich Diskutiere IMMER zum Thema. Auch wenn ich gemein bin, auch wenn ich manchmal herumstichel. Es bezieht sich dann immer thematisch auf den Vorredner oder versucht seine Argumentation bloßzustellen. Oft sind es hintersinnige Anspielungen und man muss, um sie zu verstehen, erst mal um die Ecke denken. Diese Fähigkeit setze ich bei meinen Mitdiskutanten voraus. ICH TROLLE NICHT!

8. Ich werde NIEMALS ausfallend oder beleidigend. So etwas habe ich gar nicht nötig. Wenn jemand trotzdem beleidigt ist, weil er oder sie eine Spitze von mir abbekommen hat, ist das für mich nur ein Anzeichen, dass ich ins Schwarze getroffen habe. Noch mal: Beschimpfungen sind bei mir nicht drin.

9. Ich respektiere uneingeschränkt das Hausrecht des jeweiligen Bloggers. Ich folge seinen Anweisungen, was geht und was nicht, egal wie ich darüber denke. Wenn ich in seinen Augen über die Strenge schlagen sollte, reicht in der Regel eine Ermahnung.

10. Ich habe leider keine Trackbacks bei Blogger.com. Ich zögere anderen mit Links auf meine Artikel in ihren Kommentaren zu verweisen. Nur wenn ich es für absolut angebracht halte, setze ich solch einen Link. Ich spamme nicht!

Noch eine Anmerkung: Ich bin in den allermeisten Fällen höflich, jovial, unkompliziert und offen. Ich habe keinerlei Interesse mir Feinde zu machen, sondern lege im Gegenteil viel Wert auf eine gute Nachbarschaft.

PS: All dies, was ich für mich hier geltend gemacht habe, erwarte ich im übrigen auch von meinen Kommentatoren. (Nicht dass es zu dieser Bemerkung bisher Anlass gegeben hat, im Gegenteil, das ist nur zur Vorbeugung)

Schöne Grüße

mspro