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Hier stand ein temporär stabiler Explainer über die Macht-Interdependenz Theorie und der Wert-Formel, der jetzt umgezogen ist.
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Hier stand ein temporär stabiler Explainer über die Macht-Interdependenz Theorie und der Wert-Formel, der jetzt umgezogen ist.
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Ohne echte Ahnung zu haben: Was ist mit Lernprozessen? Wenn ich auf Plattform A erlebt habe, wie die Enshittification läuft lerne ich daraus. Dann bin ich beim Aufgleisen auf Plattform B voreingenommen, was einem Bias entspricht, der die Pfadgelegenheit moderieren sollte.
Beispiel: Als Early Adopter der SONOS Systeme hat mich die Firmenpolitik hinsichtlich Datenausbeutung und Hardware irgendwann so abgestoßen, dass ich mir ein anderes System angeschafft habe. Ich habe gelernt, dass das Unternehmen seinen Nutzen auf meine Kosten maximiert hat. Lernerfahrung war auch, dass Design und Marketing den echten Wert der Sache für mich(!) verzerren.
Als Konsequenz bin ich im Fediverse und nicht bei X…
Diese Lernerfahrung übertrage ich auf andere Zusammenhänge und (zurück zu deiner Formel) das scheint mir dort zu fehlen.
Konkret müsste also noch ein möglicher Lernbias hinein, sonst könnte man z.B. nicht abbilden, wenn A zu C sagt: „Ich spiele nicht mehr mit dir, du nutzt mich nur aus.“ (Balanceakt 5?)
Dann noch aus Interesse: Wie verhält sich Emersons/deine Theorie zur Spieltheorie?
Grüße
Thomas
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Hi Thomas, sorry für die späte Antwort.
Lernprozesse wären schön, nicht? Aber im ernst: Es gibt sie, sie sind langsam und sie funktionieren durch Schmerzen. Ich denke, wir sind alle gerade in einer kollektiven Lernphase und meine ganze Arbeit hier sehe ich als Teil dieser Lernphase an. Wir leben in neuen Umwelten, die andere Dinge wichtiger machen und ich versuche das Vokabular dafür zu liefern, sich darüber auszutauschen.
Aus meiner Sicht ist dein Lernen immer noch unvollständig, denn du durchdenkst nur die Folgen einer Technologie oder einen Service für dich. Du denkst an Kost/benefit entlang deiner individuellen Nutzenerfahrung. Das ist nicht falsch, aber ich denke, damit kommen wir nicht weiter.
Wir müssen sehen und einkalkulieren, was diese Technologien und Services mit uns als Gesellschaft machen, wie sie unsere Beziehungen umstrukturieren und … naja, zb. unsere Demokratie zerstören. Das Individuum kann diese Dinge aber nirgends verbuchen, weil es hat dafür schlicht keine Buchungsreferenz hat.
Ich glaube, um wirklich zu lernen, was all diese Technologie für uns bedeutet, müssen wir uns erst als teil der Gesellschaft erzählen, als Dividuum.
Was du als Balanceakt 5 beschreibst ist doch schon Balanceakt 1?
Zu Frage der Spieltheorie: Das ist interessant.
Eine gängige Interpretation des „Prisoner Dilemmas“ ist ja, dass die „rationale Strategie“ ist, seinen Kumpanen zu verraten
Ich behaupte: Es ist die rationale Strategie des Individuums, aber nicht unbedingt die rationale Strategie des Dividuums.
Das Dividuum denkt sich nicht als abgeschlossene Entität mit klaren Präferenzen, sondern als Netzwerkknoten in einem Kontext.
Das macht die Sache zumindest komplizierter und welche Strategie ein Dividuum nehmen würde, würde extrem kontextabhängig.