Foucault

ist keinesfalls schwer zu verstehen. Er ist einfach nur schwer zu lesen. Wie kommt er darauf, dass seine Bandwurmsätze und die nicht aufhören wollende Aneinanderreihung von synonymen Wortkonstruktionen cool ist? Das sieht nicht gut aus, das liest sich nicht gut. Und beim zweiten Mal Lesen ist es auch nicht Ehrfurcht einflößend, sondern nur noch nervig und albern.
Man kann zwar sagen, dass der frühe Derrida seinem früheren Lehrer da zunächst durchaus gefolgt ist. Aber bei ihm war es 1. nie so schlimm und 2. hat er diesen Stil dann auch später gründlich abgelegt. Es ist ein Genuss Derrida zu lesen, aber die Hölle ihn zu verstehen.

Ein Gedanke zu „Foucault

  1. …und doch hat mich kein Philosoph der Moderne so mitgenommen wie Derrida. Ich frage mich auch, ob man einen einen derart skeptisch verfahrenden konstruktivistischen Text überhaupt anders schreiben könnte. Vielleicht.

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