Desillusionierung und Selbstdiagnose in Trumpistan

Was ist schief gegangen? Was können wir lernen? Sascha Lobo stellt die richtigen Fragen. Ich habe gestern Nacht noch anfangen darüber nachzudenken.

trauer und wut bei gleichzeitiger erkenntnis, dass trauer und wut
völlig unangemessen sind. das hier ist beyond scheiße. das hier ist
nicht der wahlsieg der falschen, es ist nicht das verlieren der
eigenen partei. es ist das platzen einer blase. so viel eingeständnis
muss sein. das heißt, dass der fehler hier bei mir liegt. in meiner
wahrnehmung. und wenn ich ehrlich bin, habe ich es längst gespürt.
nein, keine trumpaffinität. aber diese falschheit. das nicht-passen.
die uncannyness des valleys, in dem ich lebe. es war alles falsch. und
clinton war falsch. ich habe es gespürt, aber nicht eingesehen. ich
wollte es nicht wahrhaben. und jetzt? keine ahnung. erstmal alles in
frage stellen, woran ich glaubte. you fool me once (brexit), shame on
you. you fool me twice (trump), shame on me. me! ME! zuhören. den
spinnern. so absurd es sich anhört. aber die spinner hatten recht.
oder zumindest haben sie jetzt die macht. wir müssen ihnen zuhören,
auch wenn wir ihnen nicht zustimmen. aber ohne zuhören, ohne den
versuch zu verstehen, werden wir unser leben riskieren. denn sie sind
gefährlich. es wird jetzt alles anders. noch anderser als nach dem 11.
september. am 11. september wurde der westen angegriffen. heute stirbt
er.

Erste Beobachtung: Trump war unschlagbar.

Sein berühmter Spruch, dass er mitten am Tag auf der Fifth Ave in New York jemanden auf offener Straße erschießen könnte, ohne dass es ihn Wählerstimmen kostet, stimmt. Es fällt mir tatsächlich schwer, mir etwas vorzustellen, das dieser Mann noch hätte anstellen können, um als unwählbar zu gelten. Unterhalb von im Fernsehen lebende Menschenbabys zu verspeisen, fällt mir nichts ein.

Ebenso Clinton. Sie hat wirklich alles gegeben. Sie hat keinen einzigen Fehler gemacht. Es war eine perfekte Kampagne. Natürlich hat sie nicht das Charisma eines Obama, aber sie hat alles aus sich rausgeholt und hat ihren Gegnern keinen Millimeter gegeben. Und das obwohl diese jeden Zipfel an ihr zupften, um ihn zu pseudoskandalisieren. Hillary war top. Sie war perfekt. An ihr liegt es nicht.

Wenn also beide Kandidaten alles menschenmögliche daran gesetzt haben, Trump zu verhindern, aber trotzdem scheiterten, dann muss man vielleicht einräumen, dass Trump einfach unverhinderbar gewesen ist. Er war inevitable, wie die Amerikaner sagen.

Oder vielleicht zumindest in dieser Konsstelleation. Und hier ist vielleicht etwas zu lernen.

Erste schmerzhafte Diagnose: Clinton war ein Fehler.

Und das sage ich als jemand, der den Berniehype schon während der Primaries nicht nachvollziehen konnte. Nein, ich habe Clinton von Anfang an für die bessere Kandidatin gehalten und daran hat sich nichts geändert. Sie ist fähiger, schlauer, besser als Sanders in jeder Hinsicht. Und auch inhaltlich bin ich viel mehr auf Clintons Seite als auf Sanders. Ich halte vieles von seiner Plattform für unausgegorenen und bestenfalls naiven – schlimmstenfalls gefährlichen, populistischen Quatsch.

Aber! Aber ich hatte von Anfang an Zweifel, dass Clinton die richtige sein würde, um Donald Trump zu stoppen. Sie ist die fast schon karikaturhafte Verkörperung des politischen Establishments und damit von allem wogegen Trump und seine Anhänger anrennen. Sie wollen das System brennen sehen und dafür war Clinton die dankbarstmögliche Projektionsfläche.

Bernie Sanders hingegen hätte auf diesem entscheidenden Vektor keine Angriffsfläche geboten. Im Gegenteil. Er hätte mit seinem Antiestablishment-Image tief in der Trumpwählerschaft gewildert. Und die Mitte? Die hätte das natürlich doof gefunden, aber was wär ihr übrig geblieben. Sie wären entweder zu Hause geblieben, oder hätten sich mit zugehaltener Nase mit einem der beiden Kandidaten arrangiert. Ich kann natürlich nicht wissen, ob Sanders Trump geschlagen hätte, aber immerhin hätte er eine Waffe gegen ihn gehabt. Clinton hatte keine Chance.

Erster Lernerfolg: Nur ein linker Populismus kann den rechten Populismus schlagen.

Es fällt mir wirklich, wirklich schwer das zu schreiben, denn ich hasse (hasse, hasse, hasse!) die Idee des Linken Populismus. Aber ich fürchte, wir kommen an ihm strategisch nicht mehr vorbei.

Seufz

Um das kurz in Kontext zu setzen: Es gibt das System und es gibt das System stabilisierende Establishment. Und aller (teils berechtigter) Korruptionsvorwürfe, Ungerechtigkeiten und Ineffizienzen zum Trotz, halte ich es für vernünftig an ihm festzuhalten. An den Institutionen, an den Prozessen und an den Ideen. Ja, das ist konservativ, aber erstens habe ich noch keine überzeugende Alternative gesehen und zweitens habe ich eine nicht unbeträchtliche Angst davor, was Thomas Hobbes den Naturzustand des Menschen nennt. Einem Umsturz ins Ungewisse ziehe ich das unperfekte, sich aber stetig inkrementell verbessernde Hier und Jetzt jederzeit vor. Die Welt ist nicht so schlimm, wie alle sagen und im Gegensatz zu den Wahnphantasien von links und rechts hat sie sich die letzten 50 Jahre enorm verbessert und hört nicht auf damit.

Und das liegt an Menschen wie Hillary Clinton, die beständig und mit übermenschlicher Ausdauer und Beharrungsvermögen dicke Bretter bohren und sich von nichts entmutigen lassen. Mir ist eine progressive HandsOn-Reformerin wie Hillary Clinton tausendmal lieber, als ein wirrer, naiver Zausel wie Bernie Sanders. Deswegen habe ich mich die letzten Jahre mehr an Merkel gewöhnt, als mir lieb sein kann und deswegen mißtraue ich auch dem Hype um Corbyn und Konsorten.

Aber ich denke, wir sind an einem Punkt angelangt, an dem ich einsehen muss, dass das System nicht mehr zu retten ist. Und zwar weil Establishment-Kandidat/innen und (vorsichtig) progressive Reformer/innen dem anscheinend tiefen Wunsch nach radikalem Umsturz und grundlegender Erneuerung nicht gerecht werden können. Und sie werden deswegen immer gegen eine sich radikal gerierende Rechte verlieren. Und dann passieren Dinge wie Brexit und Trump. Und das ist die schlimmste aller Welten.

Wenn aber das System nicht zu retten ist, will ich es lieber nach links, als nach rechts umstürzen sehen. Ich bin persönlich nicht überzeugt von den linksradikalen Positionen, ich halte sie für genau so naiv und wenig durchdacht, wie die des Rechtspopulismus. Aber bei einem Umsturz nach Links sind wenigstens die Minderheiten weniger in Gefahr und es gibt überhaupt einen moralischen Kompass.

Meine Befürchtung ist nur: Wahrscheinlich wird es am Ende egal gewesen sein, in welche Richtung das System gefallen sein wird, weil die Trümmer so oder so niemandem mehr Schutz bieten werden.


21 Gedanken zu “Desillusionierung und Selbstdiagnose in Trumpistan

  1. Wie verträgt sich denn der letzte Absatz mit dem letzten Satz des vorangegangenen?

    Sonst „schöne“ Analyse. Leider.

  2. Der Letzte Absatz ist eine Langfristprognose, der Satz davor eine Mittelfristprogrnose.

  3. Ich habe durchaus eher Sanders supportet als Clinton und hab mich dann auf Clintons Seite durchgeschlagen. Ich glaube, auch das Clinton die besonnenste, routinierteste, pragmatischste und damit vielleicht beste Kandidatin war, die im Rennen war, aber ihr fehlt eben sowas wie eine Vision. Den Vorwurf des Establishments der Trump Anhänger kann ich schon nachvollziehen, wenn ich auch nicht erkennen kann, an welchem Punkt Trump nur ein deut weniger Establishment ist als sie.

    Aber, was ich eigentlich schreiben wollte: die Trump Anhänger hätten mit Sanders den Boden aufgewischt. Wikileaks hat in den letzten Tagen ernsthaft verbreitet, Clinton sei Anhängerin eines Santanskults, weil einer ihrer Mitarbeiter zu einem Abendessen eingeladen war, bei der nicht mal war, das bei einer Künstlerin stattfand, die auch schon mal was mit Körperflüssigkeiten gemacht hat. Wenn Sanders der Kandidat gewesen wäre, dann wäre er heute wegen Kommunistenanhängerschaft und Landesverrat quasi schon auf dem elektrischen Stuhl.

  4. „wir müssen ihnen zuhören,auch wenn wir ihnen nicht zustimmen. “

    Dann mach mal die alberne Deaktivierung der Kommentare in vergangenen Threads rückgängig und stell dich der Debatte mit dem politischen Gegner. Einigeln in der vertrauten Filterbubble bei gleichzeitiger Verunglimpfung eines Gegners, mit dem man jede Diskussion ablehnt – das ist extrem kontraproduktiv und das müsstet ihr eigentlich spätestens jetzt begreifen.

  5. Ebenso Clinton. Sie hat wirklich alles gegeben. Sie hat keinen einzigen Fehler gemacht.

    Der Satz ist leider so nicht nachzuvollziehen. Also wie die E-Mail-Aktion(en!) angekommen sind, mag in Dtl. vielleicht nur wenig verbreitet worden sein, aber in den USA kam das gar nicht gut an. Trump stellt sie als „Establishments“ hin, mit den Eigenschaften alles für die Machterhaltung zu tun, das (us)amerikanische Volk zu belügen, die Gesetze immer zu eigenen Gunsten auszulegen, nicht offen und ehrlich zu sprechen, usw.
    Und Clinton was macht sie? Sie dehnt das Gesetz aus, sie verheimlicht, sie gibt immer nur so viel zu wie es sein muss und letztendlich setzt sie z.B. das FBI (wegen dessen merkwürdigen Verhalten) auch unter Druck. Und alles kommt raus… Das Krisenmanagement versagt komplett. Trump hat recht. Geht noch mehr Fehler?

    Trump selber konnte mit seinem Kurs alles machen, was er wollte. Das inkorrekte war ja gerade sein Programm! Das Hauptargument oder vielleicht besser der Hauptwunsch von den US-Wählern, mit denen ich bisher Kontakt war ernsthaft: Change! Daneben gab es noch den Wunsch, den bisherigen eins auszuwischen.

    In dieses Bild passt Trump dummerweise komplett rein. Was soll man da mit Fakten und einem argumentativen politischen Ansatz? Oder dem sachlichen Ansatz des „kleineren Übel“? In dieses Bild passen ja auch andere politische Gruppen in anderen Staaten. Das war bei den letzten Wahlen in Deutschland so und wird es auch bei den nächsten sein. Der Wunsch des sachlichen Auseinandersetzens und des Entzauberns mag groß sein, aber er ist leider völlig irrelevant und wird am Ende nicht greifen.

    Die Frage, was er noch hätte „böses“ machen können wird am Ende eine weniger schöne Antwort erzeugen: Es ist schlicht irrelevant. Der (unser?) moralische Kompass im Umgang, im Verhalten usw. spielt keine Rolle. Darauf war die „Kampagne“ auch gar nicht ausgelegt.

    Und ja, Clinton hatte da kaum eine Chance. Aber gar keine, trifft es dann auch nicht.

    Der Swing State Florida hat 29 Wahlstimmen, Pennsylvania hat 20, Ohio 18, North Carolina 15. Alle(!) sind diesmal zugunsten der Republikaner ausgegangen. Ganze 7 von den 10, darunter die 5 battleground states* mit den meisten „electors“.
    Offiziell ist Trump bei 279 von 270 notwendigen Wahlmännern. 31 sind noch offen, wobei Arizona (11) und Michigan (16) wohl auch zu ihm gehen und nur New Hampshire (mit 4 Stimmen) an Clinton. Macht 306 Stimmen für ihn oder 36 drüber. Sie hätte also doch die Chance gehabt:
    Florida war 49,1 zu 47,7
    Pennsylvania war 48,8 zu 47,7
    Die beiden zusammen sind schon 49 Stimmen. Bei Unterschieden von 1,5% und 1,1%, also „nur“ 0,8 (oder weniger) „rüberziehen“ hätte sie im Endeffekt gewonnen. Und das bei einer Wahlbeteiligung von grad mal ca. 60%. Mit den 10 Stimmen aus Wisconsin (47,9 – 46,9) wäre ihr Sieg dann sogar sicher gewesen.

    Was den konkreten Wahlkampf vor Ort und die umgesetzte(?) Taktik angeht, sind die Infos in Dtl. traurigerweise sehr begrenzt gewesen und man fand dazu nur mit sehr klarem Interesse etwas seriöses. Die Dämlichkeiten Trumps wurden hingegen ziemlich breit getreten. Das daraus resultierende Bild erklärt dann auch den Schreck danach.
    Ob bei diesen Zahlen allerdings die Taktik und der Wahlkampf wirklich das Beste war, weiß ich nicht und es klingt eher zweifelhaft. Ebenso zweifelhaft, wie Sanders als Alternative. Ich hoffe, die Demokratische Partei lernt eventuell etwas draus. Sind ja jetzt nur noch 4 Jahre bis zur nächsten Wahl…

    *http://www.bbc.com/news/election-us-2016-37889032

  6. Trump ist zu krass, um nur ein zufälliger Ausschlag des Seismographen zu sein. Ich halte ihn für ein Vorbeben. Im Untergrund hat sich die Tektonik verschoben, es haben sich Spannungen aufgebaut, die zur Entladung drängen. Auf meiner facebook Seite ist zu lesen, dass ich Trump deshalb für möglich hielt (55% Clinton, 45% Trump).

    Es wäre falsch Trump, nur mit wirtschaftlichen Entwicklungen zu erklären. Strukturwandel gab es schon immer. Bayern hat sich vom Agrarland zu einer der leistsungsfähigsten Industrieregionen der Welt entwickelt.

    Das Phänomen Trump, das ja nicht nur auf die USA beschränkt ist, kann nur erklärt werden, wenn man eine wichtige Triebfeder historischer Entwicklungen beachtet- die Transzendenz.

    Der moderne Staat, gelenkt von der Klasse der Globalisten, will nicht nur weltliche Macht, er will auch an die Stelle der Religion treten und den Menschen Ethik und Moral vorgeben.

    Dazu hat die Klasse der Globalisten, keine anderen Götter neben sich duldend, alles zerstört was ihr bei der Herrschaft über Ethik und Moral widersprechen könnte. Allerdings war die Globalisten nicht potent genug an die Stelle des Zerstörten etwas von gleicher Wirkmächtigkeit zu setzen.
    Wofür soll der Geringverdiener, der Angehängte, Opfer in Kauf nehmen? Wofür soll der gut situtierte Bürger sich weiter anstrengen unter der Sonne?

    Für Gott, Familie, Vaterland?

    Alles zerschlagen und zerstört im Namen einer neuen, höheren Moral.

    Und der gemeine Bürger ahnt zu recht, dass hinter all dem Gutmenschen-Getue der blanke Wille zur Macht hervor lugt . Das ist es was meinen Widerwillen gegen diese Gesellschaft begründet. Sie reißt unsere Wurzeln um der eigenen Macht willen aus der Erde. Sie werden grandios scheitern damit.

    Das Böckenförde-Diktum besagt:
    „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“

    Doch genau die hat er zerschlagen. Wir stehen am Vorabend gewaltiger historischer Umwälzungen. Als Optimist sehe ich Trump in der Rolle Gorbatschows und Merkel in der Honeckers.

  7. @noone: Niemand zwingt einen, Kommentare freizuschalten. Hausrecht. Egal ob jemand das kontraproduktiv findet, oder nicht. Ich würde dich auch nicht freischalten, diese ganze „wir vs. ihr“ Rhetorik, das „politischer Gegner“-Blabla. Das halte ich für kontraproduktiv. Protipp: Statt beschweren, selber machen. Also nen eigenen Blog oder so.

    @Autor:
    „… und es gibt überhaupt einen moralischen Kompass.“
    Da muss ich widersprechen, auch in einem rechtsextremem Gedankengut kann Moral stecken. Z. B. Utilitarismus. Ist dann halt nur nicht die Moral, die einem unbedingt gefällt. Mir auch nicht, btw.

  8. Wie kommt es zu diesem Schluss: „ein wirrer, naiver Zausel wie Bernie Sanders“? Warum wurde er, der so unglaublich viele Menschen wieder für Politik begeistern konnte in Deutschland ausschließlich so dargestellt? Meine amerikanischen Freunde haben ein völlig anderes Bild von einem Menschen, der sein ganzes Leben für diese Werte eingestanden hat. Man kann ihn sogar als Visionär sehen:

    „Let me be very clear. In my view, Democrats will not retain the White House, will not regain the Senate, will not gain the House and will not be successful in dozens of governor’s races unless we run a campaign which generates excitement and momentum and which produces a huge voter turnout.

    With all due respect, and I do not mean to insult anyone here, that will not happen with politics as usual. The same old, same old will not be successful.
    The people of our country understand that — given the collapse of the American middle class and the grotesque level of income and wealth inequality we are experiencing — we do not need more establishment politics or establishment economics.

    We need a political movement which is prepared to take on the billionaire class and create a government which represents all Americans, and not just corporate America and wealthy campaign donors.
    In other words, we need a movement which takes on the economic and political establishment, not one which is part of it.“

    Bernie Sanders August 28th, 2015

    Das Trump eben nicht unschlagbar war, zeigen alleine die Zahlen: Gerade mal 25% aller Amerikaner haben ihn gewählt. Den anderen war es egal, weil ihnen Clinton nicht als reizvolle Alternative schien.

  9. ich glaube nicht dass wagenknecht als stellvertreterin des links/rechtspopulismus die antwort ist. bis der rechte spuk vorbei ist bleibt merkel und schwarz-grün die saneste option für mich. für die USA hoffe ich dass das DNC sich ein beispiel am RNC für die vorwahlen nimmt um jmd mit der politik und dem standing sanders eine chance zu geben. der ganze vorwahlkampf hat mega-viel aufmerksamkeit von clinton, die eh gesetzt war auf trump gezogen.

  10. Pingback: Wieso, weshalb, warum? | Kotzendes Einhorn

  11. Das mit dem „unschlagbar“ ist falsch. Trump hat fast genau soviele Stimmen bekommen, wie die beiden Republikaner die gegen Obama angetreten sind und sie wurden deutlich von Obama „geschlagen“.

    Clinton ist nicht nur die “ karikaturhafte Verkörperung des politischen Establishments“ sondern steht daneben auch für eine unglaublich schlechte Aussen-/Kriegspolitik. Angefangen vom Desaster in Lybien über die immensen Rüstungsgüter für Saudi Arabien, Katar und Algerien(!) (bei gleichzeitigen Spenden oder Vortragshonorare für die Clintonstiftung). Diese haben sich unter der Aussenministerin Clinton vervielfacht, ohne das sich etwas positiv geändert hat in der Region.
    Das ist dürfte viel eher der Grund sein, warum Sanders Anhänger Clinton nicht wählen können. Das was auch genau das Problem, Trump hat wie gesagt nicht mehr Stimmen bekommen, sondern Clinton viel weniger.

  12. Pingback: Wieso, weshalb, warum? | the_rebel.exe

  13. „Und zwar weil Establishment-Kandidat/innen und (vorsichtig) progressive Reformer/innen dem anscheinend tiefen Wunsch nach radikalem Umsturz und grundlegender Erneuerung nicht gerecht werden können.“

    Kaum bekannt: Trump will NAFTA neuverhandeln und aufheben sowie TPP nicht ratifizieren. Slavoj hat Recht mit seiner Analyse.

    Rechtspopulist ist aus meiner Sicht jemand wie der eklige Ted Cruz oder Hillary Clinton. Trump ist mehr der OldSchool-Rabauke, der den Wählern das Gefühl der Freiheit zurück gibt. Er macht allen möglichen Mist, wie ein Schulhofschläger, aber er ist upfront. Upfront fordert man die großen Schweinereien nicht ein. Die großen Schweinereien geben sich progressiv wie Hillary mit ihren Todesschwadronen und Millionenspenden von Terrorregimen für ihre Stiftung. Der Rassismus von Trump ist Mexikaner-Banden mexikanische Banden zu nennen, Clintons Rassismus ist es die strunzdumm wirkende Pornodarstellerin Alicia Mechado für die Latinos im Lande sprechen zu lassen.
    https://www.youtube.com/watch?v=VJq4SdVu4To

  14. @Anderer Max
    Es geht nicht um „nicht freischalten“, sondern um nachträgliches Löschen und deaktivieren ganzer Kommentarthreads, die im Netz Aufmerksamkeit bei den falschen Leuten erregt haben. Threads, in denen argumentiert wurde und in denen niemand ausfällig geworden ist.

  15. sorry, diese ekelhafte selbstgerechtigkeit ist genau das, was POTUS trump erst ermöglicht hat.

    daran ändert jetzt auch dieses oberflächliche kreidefressen nichts.

  16. Pingback: die ennomane » Das Transautoritäre in der postfaktischen Gesellschaft

  17. Pingback: Morgenlese XXII - Couchblog

  18. sorry, daß ich jetzt nochmal darauf rumreite, aber deine „selbstdiagnose“ zeugt von dem völligen unvermögen, zu erfassen, was bernie sanders bedeutet hätte. hier ein snip aus einem x-beliebigen, amerikanischen nerd-film-blog, der exemplarisch für einen haufen kommentare in den USA (und eben nicht filterblase deutschland) steht:

    „As Hillary cut down Bernie Sanders I knew Trump is possible. Huge mistake of the democrats. And for our media that are going crazy now, calling half the USA stupid: They were pro Clinton right from the start. No Sanders, no Jill Stein. And Trump was only the „mad idiot“. Is that the job of the media? Hide informations? Or filter them for us? I think our „independent“ media tried to manipulate us here or at least rode the anti Trump mainstream instead of doing their job. Inform us.“

    „clinton hat nicht einen fehler gemacht“

    ja, right, cause she was the mistake.

  19. right. nur um nur einen satz später zu schreiben:

    „Und das sage ich als jemand, der den Berniehype schon während der Primaries nicht nachvollziehen konnte. Nein, ich habe Clinton von Anfang an für die bessere Kandidatin gehalten und daran hat sich nichts geändert. Sie ist fähiger, schlauer, besser als Sanders in jeder Hinsicht.“

    „und daran hat sich nichts geändert“ .

    und die „bessere“ kandidatin hat krachend verloren, während der „schlechtere“ mit ziemlicher sicherheit gewonnen hätte (beachte die polls ab 00:30):

    https://www.youtube.com/watch?v=Qe2_uKyfi7E

    es.kotzt.mich.an.

    siehs dir mal zur gänze an, die 7 minuten wirste ja wohl haben.

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