Unsere Verschwörung

Was ich aber heute aufschreiben will, ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine echte, handfeste Verschwörung. Jeder kann sie nachvollziehen, wenn er erstmal die Zusammenhänge begreift. Ich bin teil einer sehr, sehr großen Verschwörung und ich will die Gelegenheit nutzen, alles auffliegen zu lassen. Den ganzen Laden. Und der ist riesig!

Es geht um nichts weiter, als die globale Verschwörung gegen den Nationalstaat und dem Großteil der darin lebenden Bevölkerungen. Es geht um die schrittweise Aushöhlung der Souveränität aller Staaten und die Neukonfiguration der Macht in einer neuen, globalen Elite, die dabei ist die Welt zu übernehmen.

Ja, ich weiß. Das ist nicht neu. Man weiß von den Kapitalströmen, die längst die staatlichen Ebenen verlassen haben. Man weiß um die Internationale Geldelite, die sich ihre Steuerparadiese aussucht. Man weiß vom so genannten „Jetset“ und von der „Globalisierung“. All das weiß man und hat es ad Akta gelegt.

Aber das, was derzeit abgeht, ist eine ganze Nummer größer. Und ich bin dabei.

Ich kann gar nicht sagen, wann das angefangen hat. Aber es geht auf jeden Fall schon 20 Jahre so. In meiner Generation sind beinahe alle mit Hochschulabschluss ein Jahr in’s Ausland gegangen. Dass in den Lebensläufen ein Jahr Madrid, London oder Sidney auftaucht, ist überhaupt keiner Rede mehr wert. Nicht den unteren Bildungsschichten, wohlgemerkt. Nur die Elite, der jungen Leute aus mindestens mittelständischen Haushalten. (Es gibt nur wenige Ausnahmen)

Das Erasmusprogramm ist und war ein wichter Teil dieser ganzen Maschinerie. Aber wichtiger noch ist das Internet.

Seit 10 Jahren kommuniziert diese Elite über das Internet. In einigen Bereichen erst noch national und Muttersprachlich aber zunehmend immer internationaler – auf Englisch. Man liest englischsprachige Blogs, man liest englischsprachige Bücher, man trifft sich auf englischsprachigen – immer internationaleren Konferenzen. Man vernetzt sich ganz natürlich mit anderen Menschen in anderen Ländern. Die USA, ganz Europa und auch Kolumbien, Mexico und oder Japan – völlig egal. Natürlich aber auch nicht mit den unteren Schichten in diesen Ländern, sondern ebenso mit denen der mittel – bis Oberschicht.

Die gebildete Mittelschicht in meinen Alter hat viel mehr kulturelle Schnittmengen mit seinem Pendant in anderen Ländern (und zwar egal in welchen), als mit meinem Nachbarn. Der Nachbar, der ungebildet ist und jenseits der 40 und statt „The Wire“ im Original Nachmittags-Talkshows auf deutsch anschaut. Die kulturellen Unterschiede verlaufen nicht mehr entlang von Entfernungen, sondern immer mehr entlang einer internationalen, kulturell vernetzen Elite.

Viele in meinem Freundeskreis denken überhaupt nicht mehr in nationalen Kategorien. Nationalität ist dieses Stück Papier, das ich am Flughafen vorzeigen muss, wenn ich von New York nach Amsterdam fliege. Amsterdam, Berlin, Jarkata, Istanbul, San Fransico sind keine Frage der Nation mehr, sondern stehen zum direkten Vergleich nebeneinander. In Berlin geht man in Club X und in New York isst man Steak an Ort Y.

Es ist zu beobachten, dass wir – also ich und die meisten, die ich kenne – sich kulturell und sozial von der Mehrheit der Menschen in diesem Land abwenden. Dass wir stattdessen ein zunehmend engermaschiges Netz flechten, das sich über den gesamten Globus spannt und in jedem Land auch nur wieder Leute erreicht, die sich wie wir von dem nationalen Konstrukt emotional gelöst haben. Unsere Beziehungen reichen in viele Länder und unsere Solidaritäten verspüren wir nicht mit demonstrierenden Opelmitarbeitern, sondern zum Beispiel mit den jungen, gebildeten Arabern in Ägypten, die uns per Facebook und Twitter an ihrem Zorn teilnehmen lassen. Das ist unsere „Peergroup“ und deswegen macht es uns ärgerlich, dass das „deutsche“ Fernsehen so hinterwäldlerisch ist und statt in Ägypten draufzuhalten lieber alte, deutsche Gebäckrezepte versendet.

Mein Nachbar wohnt noch in Deutschland, ich hingegen vernetze mich mit dem Rest der globalen Elite. Denn das sind wir. Eine Elite, die sich auf eine gewisse Weise satuiert hat. So jedenfalls muss es dem Nachbar gehen, wenn er unser Treiben sieht. So muss es all den Leuten gehen, die lange nicht den Lebenstil führen, wie er für uns normal ist. Die im hier und jetzt einer nach wie vor nationalen Welt leben, mit kleinem aber festem Gehalt, dass ja aber nicht mehr sicher ist, wie ja heute nichts mehr sicher ist.

Und der Nachbar hat recht. Es ist eine Verschwörung, die gegen ihn geht. Die Welt wird global und lässt ihn, in dieser verfallenden Struktur namens „Nation“ zurück. Da oben, wo er mangels Bildung oder geistiger Mobilität keinen Zutritt hat, werden die wichtigen Beziehungen geknüpft. Dort werden die kulturellen Meme getauscht, die in Zukunft Relevanz haben. Dort werden die Diskurse geführt, die ihm fremd bleiben werden, die aber die Zukunft bestimmen. Dort akkumuliert sich die neue Macht, die sich nicht mehr um sein Wohlergehen schert. Eine Elite, die sich selbstgefällig freut, wenn wieder eine Autofabrik dicht gemacht wird (Umweltschutz!). Die kein Mitleid kennt mit Druckerpressen, Arbeitsplätzen, Lohnfortzahlung, Festanstellung, familiäre Werte, Heimat, kleines Glück, Bauer sucht Frau, korrekten Schreibweisen, Briefmarken und Silberleuchtern.

Und ich bin schuldig, mich an dieser Verschwörung zu beteiligen. Ich bin gelangweilt von der hiesigen Kultur und wende mich ab. Ich bin gelangweilt von den hiesigen angstgetriebenen Diskursen und werde gehen. Früher oder später. „Deutschland“ ist mir zunehmend egal. Ich kann dem nicht mal genug Bedeutung zumessen, um „Antideutscher“ zu werden. Das alles fühlt sich so klein und obsolet an.

Und ich wette, der Generation nach mir wird es noch mehr so ergehen. Wer die Bildung mitbringt, wird sich abwenden. Kinder lernen jetzt bereits im Kindergarten Englisch. Statt der Proletarier sind wir es, die sich „auf der ganzen Welt“ „vereinigen“. Aber vielleicht wird der Klassenkampf auf dieser Ebene ja noch kommen. Nur stehen wir dann wohl auf der falschen Seite.


89 Gedanken zu “Unsere Verschwörung

  1. Wenn ich mir die Amerikaner so ansehe, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die das gleiche Problem haben. Vielleicht ist es ein typisches deutsches Problem, weil wir generell ein Identitätsproblem mit der eigenen Nationalität haben?

  2. 1999 war ich das erste mal in Neuseeland. In den Gästebüchern der Backpacker fanden sich jede Menge Einträge, bei denen die Frage nach der Herkunft mit „Europe“ angegeben war.

    Ich würde soweit gehen zu sagen, daß der reisenden jungen Menschen das Konzept Nation nicht nur egal, sondern ein Ärgernis war und ist.
    Und das ist gut so….

  3. @Gilly Im Gegenteil! Den Amerikanern geht es noch viel stärker so! Der Konflikt der Mittleren Staaten gegen die „intellektuelle Ostküste“, die gerade mit der Tea-Party-Bewegung ihren Höchststand feiert ist ein Ergebnis genau dieser Entfremdung. Gerade die Internationalität von Obama und co. ist vielen Amerikanern ein Dorn im Auge.

  4. Ansatz interessant und vielleicht zutreffend, Prognose aus meiner Sicht falsch.

    Die nächste Generation macht immer eher das Gegenteil der vorhergehenden, gerade wenn es um Werte geht. Schon „meine“ Altersgenossen (ich bin Jahrgang 82) fühlen sich wieder eher national verortet, internationaler Lebensstil hin oder her. Deutschland als Heimat ist für „uns“ sicherlich anders konstitutiert und belegt als für „Euch“, die ein paar Jahre früher geboren sind. Das hat historische (Deutsche Einheit und ihre Selbstverständlichkeit bspw.), aber v.a. auch soziökonomische Gründe. Wir sind nicht mehr in dem ganz großen Wohlstandsoptimismus der 90er erwachsen geworden, sondern im unsicheren „raueren“ Klima der 00-Jahre. Terrorismus, Finanzkrisen, holprige Europäisierung, Sozialstaatsniedergang, Aufstieg der Mega-Schwellenländer, Klimakrise etc pp. – alles Probleme, die uns etwas vorsichtiger und im wahrsten Sinne des Wortes „bodenständiger“ gemacht haben. Auch im gesunden (Selbst-)Bewusstsein, dass der Erfolg unserer Eliten immer auch der Erfolg der Volkswirtschaft an sich ist (mit jedem Prozentpunkt strukturellen Wandels mehr), ist uns zumindest im Ansatz ebenso bewusst, dass eine abgehobene Elite langfristig-systemisch genauso wenig funktioniert wie die Gleichmacherei des Sozialismus. Wir sind eher eine Generation des Ausgleichs, des pragmatischen Abwägens in guter deutscher demokratischer Reformtradition, langsam und wenig ideologisch-enthusiastisch, aber mit einem gewissen Gemeinschaftssinn. Das muss man nicht sympathisch finden (ich könnte manchmal verzweifeln vor Langeweile bei solchen Betrachtungen), steht aber jedenfalls Deiner Skizze vom sukzessiven Abschied aller nationalen Bindungen entgegen.
    Trotz oder gerade wegen zunehmender Internationalisierung (ich habe keine Freunde, die nicht länger im Ausland waren, ich kenne niemanden, der nicht mind. 1 Fremdsprache fließend spricht, etc. pp.) wirft uns die mit allen Vor- und Nachteilen gelebte Globalisierung oft auch auf Nationalität zurück. Für unser Wertesystem, das soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit gleichberechtigt neben individuelles Glücksstreben und Freiheit und Fortschritt stellt, erscheint Deutschland eben vielleicht als ein mehr als akzeptabler Kompromiss. Oder wo sollten wir sonst leben und uns auch emotional verorten wollen (Skandinaviens vermeintliche Mustergesellschaften mal ausgenommen)?

    Dass die Diskurse meines Nachbarn immer auch meine Diskurse sind, weil wir in kompliziten, also mehrfach miteinander verstrickten, kulturell und intellektuell vielleicht voneinander isolierten, aber dennoch aufeinander angewiesenen und letztlich voneinander abhängigen Systemen leben, haben zumindest einige von „uns“ verinnerlicht. Und sind damit aus der von Dir beschriebenen „Verschwörung“ ausgetreten.
    Glaube ich. Ich wäre aber sehr gespannt auf andere Meinungen, was die Generationenfrage angeht.

    P.S. Ich hoffe, ich habe Dich nicht implizit alzu viel älter gemacht, als meiner Argumentation angemessen wäre.

  5. Ja, what Gilly said, wenigstens zum Teil — ich denke auch, daß das wenigstens in diesem Ausmaß und mit genau diesem Charakter ein besonders deutsches Phänomen ist.

    Und außerdem umgekehrt: Sind wir da wirklich eine internationale obere Mittelschicht, oder sind wir nicht einfach eine auf Amerika orientierte obere Mittelschicht? Wenden wir uns per Internet allen möglichen ausländischen Medien und Diskussionen zu, oder doch nur denen aus Amerika oder denen, die mit auf derselben Sprache und in großer kultureller Nähe reiten? Gehen wir also wirklich ins Auslandsjahr sonstwohin, oder besuchen wir überall außer im angelsächsischen Ausland nicht doch nur angelsächsische Enklaven wie unsere zuhause?

    Weil: Wenn wir einfach aufs obere Bürgertum in den USA als eine Art Nullform geeicht sind, ist das bloß die ideologische Naturalisierung von Bürgertum überhaupt. Damit wären wir von den Begriffen, nach denen sich auch das Proletariat internationalisieren sollte, gar nicht so weit weg, aber eben in der Tat weiterhin auf der falschen Seite.

  6. Friedemann – interessanter Einwand. Ich habe da ja weniger Einblick in diese Alterschichten, als du (bin * 1977). 5 Jahre können da schon einen Unterschied machen. Das alles basiert natürlich vor allem auf der empirischen Basis meines Freundeskreises und auf sontiger anekdotische Evidenz. Ich würde aber vorsichtig sein, das nur als Generationenfrage zu verstehen, sondern der sozioökonomische Faktor ist mindestens ebenso wichtig. Interessant wäre es, das gesagte an jetzt 20 Jährigen zu untersuchen.

    Langfristig sehe ich aber ehrlich keinen anderen Trend. Denn wenn man sich international orientiert wird man natürlich die reichhaltigeren kulturellen Schätze für sich bergen können. Und auch, dass sich jede Form von Macht zunehmend global formiert, dürfte außer Frage stehen.

    Ich denke also, die Hinwendung auf die Internationalität ist für die Zukunft zwingend und nach und nach bemerken das auch alle.

  7. Stephan Packard – da gibt es natürlich gewisse Präferenzen. Aber keinesfalls nur darauf fokussiert. Es gibt eine internationale Magakultur. Überall wird Björk gehört. Die Amerikaner wenden sich zunehemnd allem spanischen zu. Es gibt immernoch eine klare amerikanische Prägung der internationalen Kultur, aber keine Alleinherrschaft.

  8. Ja, anekdotisch ist immer so eine Sache. Die Jungspunde, die ich kenne (also wiederum so 5 Jahre drunter), sind eher pragmatischer und auch gewissermaßen „deutscher“ als ich.

    Eine ganz interessante grundsätzliche Frage ist die, ob eine (notwendige und unbestreitbare) Internationalisierung von Politik und Wirtschaft eine analoge kulturelle Bewegung nach sich zieht, oder ob die Glokalisierungsthese da besser beschreibt, wie Menschen reagieren, wenn alles entgrenzt wird. Entgrenzen sie sich mit oder versuchen sie den Rebound?

    Wenn man mal an die wirklich wichtigen Themen denkt, die meiner Generation und der danach bevor stehen, nämlich Globalisierung, Energiewende, asymmetrische Konflikte, dann ist, wie Du richtig schreibst, jede Macht, diese Themen zu behandeln, zunehmend ausschließlich international formiert. Ich sehe da aber, gerade aus deutscher Perspektive, eine Paradoxie: Die wichtigste Internationalisierung, auf politischer wirtschaftlicher und nicht zuletzt kultureller Ebene, die Europäisierung, hat ihren Antrieb nicht zuletzt durch den starken deutschen Einfluss gewonnen. Internationale Strukturen können nur mit starken nationalen Partnern entstehen. Das haben wir Deutschen glaube ich verinnerlicht.

    Vielleicht löst sich das ganze so: Als Deutscher (und das wäre dann die spezifisch deutsche Dimension) ist eine internationale Haltung im kulturellen Bewusstsein verankert, die immer von einem vorsichtigen Bezug zur eigenen Nationalität ausgeht. Vielleicht ist genau diese implizite Sensibilität in allen Nationalitätsfragen entscheidend dafür, dass wir in einer immer internationaleren Welt uns ohne Identitäts- oder Interessenskonflikte auf unsere nationale Verwurzelung besinnen können.

    Sprich: Wer wenig nationalen Ballast ablegen müsste, um ein Weltbürger zu sein, kann vielleicht auch besser den Spagat zwischen beiden Konzepten schaffen.

  9. @Friedemann

    Wenn es nicht die nächste Generation ist dann ist es halt die übernächste.
    Ich bin Jahrgang 92 und fühle mich auch immer mehr als Weltenbürger denn als Deutscher.

    Ich hatte mich mit meiner Mutter über die Proteste in Ägypten unterhalten. Sie hat dann irgendwas erzählt über die Probleme die deutsche Touristen dadurch hatten. Da ist mir klar geworden wie wenig ich mich mit dem Touristen identifiziere und wie verdammt egal es mir ist was die für Unannehmlichkeiten die haben im vergleich zu dem was das ägyptische Volk gerade versucht zu erreichen.

  10. Mönche, die ab und an in der Stadt ein Bier trinken gehen und sonst unter sich bleiben, haben bestimmt auch von allen möglichen anektdotischen Evidenzen zu berichten. Die Blase ist viel, viel kleiner, als du denkst.

  11. In Ägypten protestieren die Mittelschichtsblogger zusammen mit den illegalen Gewerkschaftern aus den Sweatshops und den Klerikalfaschisten von den Muslimbrüdern und keiner von denen wäre alleine erfolgreich. Mag sein, dass es sie gibt, die neue globale Elite, aber alleine wird sie die Welt nicht ändern können.

  12. Enno – wenn du recht hast und die Gruppe ist noch viel kleiner, dann macht es das Problem ja noch schlimmer.

    @benni – ja, das stimmt. Ich schreibe hier auch nicht über das Lösen von irgendwelchen Problemen, sondern mehr über ein soziologisches Dingens.

  13. Pingback: Was Kollege Siggi Becker so meint | gnogongo

  14. Mensch, da wird jetzt ganz krass dieses jahrtausende alte Nationalstaatenkonzept von Leuten die auf deutschsprachigen Konferenzen deutschsprachige Vorträge zu deutschen Diskursen halten angegriffen, und zwar in dem sie in der Economy Class nach New York fliegen um sich ma ordentlich down-patten zu lassen. Irre! Und im Gegensatz zu den wenigen hunderttausend tendenziell antiamerikanistischen und nationalistischen Verbindungsstudent_innen handelt es sich hierbei auch um _die_ gebildete Elite! Hegemonie is mein Pappkarton,

  15. Ich bin Jahrgang 91 und hier mal wie ich das sehe:
    1. Ich denke nicht National deutschland als Land der Renter (als welches es stilisiert wird) wäre einfach zu Teuer wenn ich darin leben müsste
    2. Lokal oder Bundespolitik interessiert mich nen Sch**ß!!
    wenn ich noch mehr wüsste, was die für nen Sch**ß da verzapfen, dann würde ich die kriese kriegen.
    3. So neben bei bemerkt, sind Politiker schon seit JAHREN selber ein eigenes kleines Völken und lassen sich nur noch den Bart von irgendwelchen Lobyisten streicheln
    4. Europa ist für mich mein Herkunftsland – Deutschland ist nur eine Region in diesem Staat
    5. Ich persönlich fühle mich nicht wirklich zuhause, ergo werde ich nach der Schulzeit mir mal die Welt anschauen, was sich auch ganz gut mit meiner Fotoleidenschaft verbinden lässt
    6. Als einer aus den Neunzigern ist es so, dass ich von dieser Gesellschaft nur negatives (was auch sonst) mitbekomme: Globalisierung, regionalisierung, Umweltkatastrophe (fragt mal die Australier), Wirtschaftskriese, Überbevölkerung (hab ich nen Glück durch Zufall auf dieser Seite gebohren zu sein), Hunger, Armut, Soziale Schere (wie weit kann sie den außenander gehen?) und zu guter letzt Politiker die sich nen Sch**ß interessieren (Oettinger muss Potenzprobleme haben)
    7. Als ein Kind der neunziger habe ich ein bisschen Bewusstsein entwickelt, was so auf der Welt ab geht (alle drei Sekunden Stirbt ein Mensch an Hunger fettleibigkeit und Machtsucht der 1. Welt),
    ich denke also Globalisiert, fühle mich aber nirgends heimisch.

    Suma sumarum denke ich aber das die Gruppe jener nicht so groß ist.

    mfg fixxel

    P.S.: die reichsten der Welt haben ein Vermögen von ca. 100 Billionen, die anderen alle zusammen von beinahe einer Billiarden (oder so) also …

  16. Ich würde es gern wieder nachlesen, es paßt zum Thema, allein, man hat es mir vor Jahren geklaut: „Inseln im Netz“ von Bruce Sterling.

  17. @Adrian Lang – was willst du mir mit diesem Kommetar jetzt sagen? Dass ich noch lange nicht international genug bin? Da hast du wohl recht.

    @fixxel – danke für die Einblicke! Ich glaube, du bist gar nicht so allein, mit deiner Einstellung. Fang an zu bloggen und find es raus 😉

    @slowtiger – danke für den Tipp!

  18. Ich hab diese „Welt“, um die es hier geht, immer nur als Imaginationsraum empfunden. Wenn man nach dem Prinzip lebt, dass in Berlin in Club X gegangen wird und in New York das Steak an Ort Y isst, dann ist das vor allem die Selbstversicherung, zu den Leuten zu gehören, die in Berlin in Club X gehen und in New York das Steak an Ort Y essen. Es handelt sich dabei vor allem deswegen um eine Elite, weil sie selbst behauptet eine Elite zu sein: vor allem natürlich, um die eigenen Privilegien nicht zu gefährden, die da wären: in Berlin in Club X zu gehen und in New York das Steak an Ort Y zu essen.

    Ansonsten ist das andere, fremde, also die Welt hier ja vor allem ein fantastischer Raum, ein Raum für Projektionen, den die Elite nicht besitzt, sondern den sie durchquert. Es gibt da schon eine gewisse Ortlosigkeit, eine Fremdheit mit der eigenen Umgebung, früher hat man das mal Entfremdung genannt.

  19. PS: Dis versteh ich jetzt nicht: du predigst Filtersouveränität und moderierst Deine Kommentare?

  20. ich hatte hier extremen trollbefall und habe das schweren herzens eingeführt. aber nur für leute, die das erste mal kommentieren. außerdem habe ich die problematik hier bereits in einem post besprochen.

  21. frred – beziehungen sind zwar immer virtuell haben aber reale auswirkungen. ebenso die feinen unterschieder der kulturrezeption. und du kannst mir nicht erzählen, dass du bourdieu nicht gelesen hast. die von dir bespöttelte selbstversicherung der eliten ist nichts weiter als anhäufung symbolischen kapitals. was denn sonst?

  22. if you are that globalized – what i think you’re really not – why do you write in german?

  23. Die Verschiebung ist interessant: symbolisches Kapital wird in dieser Klasse mehr und mehr durch kulturelles und soziales Kapital, immer weniger durch ökonomisches Kapital bestimmt. Deswegen der Versuch der Neudeutung der Globalisierung nicht als Wirtschaftsprozess, sondern als Klassenvernetzung. Das ist der Versuch der Bohème, sich über einen gewissen Warenfetischismus die Vorreiterrolle wiederzuholen (und ich mein das gar nicht so negativ, wie Du das jetzt lesen wirst).

  24. Was mir aber dennoch auffällt (und hier als Thema am Rande berührt wird), siehe Kommentar von Fixxel: Dass die Welt heutzutage ein sehr kompliziertes System ist, auf wirtschaftlicher, ökologischer, politischer Ebene, und dass Losungen wie „Die reichsten haben soundsoviel, die ärmsten nur soundsoviel, da stimmt was nicht“ viel zu kurz greifen, versteht man vielleicht erst, wenn man älter ist.

    Dieses „globalisiert denken“ geht meiner Meinung eben über ein „uns gehts zu gut, den anderen zu schlecht hinaus“. Das wäre mal ein Wunsch von mir an kommende Generationen: Ein bisschen mehr hinterfragen, was es heisst, als Deutscher in einer globalisierten Welt zu leben.

    Und diese verschworene Elite, von der Du schreibst, denkt eben auch nur streng innerhalb ihrer Kosmen. Da mag Geographie keine Dimension darstellen, vielleicht haben popkulturelle Topographien den Platz eingenommen. Wenn einer nur cool aussieht, ist er einer von uns, egal wo er herkommt. Find ich zweifelhaft.

  25. Und @Fred: Du meinst also, die Globalisierung der Bohème dient ihnen nur zum Distinktionsgewinn ihrer pseudoelitären Klasse?
    Hm, ist was dran. Franck würde wohl auch vor einer Anhäufung von Reputation als langfristigem Kapital der Aufmerksamkeitsökonomie sprechen. Und Reputation speist sich heute eben mehr aus sozialem und (pop)kulturellem Kapital. Geld als Erfolgsmedium ist quasi uncool.

  26. Friedemann – gute gedanken, die genau die richtung gehen, von der ich die sache betrachten wollte!

  27. fred – nee, das ist das, was ich auch beobachte. ich will die ganze zeit schon mal was drüber schreiben, dass der wesentlichste aller grundpfeiler unserer werteordnungen unterhölt wird: das eigentum. es scheint immer mehr an relevanz zu verlieren und das sieht man an der von mir beschriebenen klasse ganz gut. das allerdings ist natürlich die steilste aller steilen thesen. ich fühl mich noch nicht so weit …

  28. Schön für die Internet-Elite. Wo wäre sie denn, wenn es keine „Nachbarn“ mehr gäbe, die BVG-Busse fahren, Gemüse verkaufen, in Ämtern die Transferleistungen am Laufen halten, usw. Die „neue Macht“ erscheint mir mehr als brüchig, solange die Elite ihre Milch nicht aus dem Netz saugen kann.

    Im übrigen würde ich gerne auch Elite sein, nur fehlt mir hier, wie auch meinen Nachbarn die Bandbreite. Mit max. möglichen DSL 1000 ist man Internet-Loser. Jedoch bekomme ich mein Fleisch aus extensiver Haltung hier im Dorf und nicht von McD. Da frage ich mich, ob dies nicht die wahre Elite ist.

  29. Hmm, hier von einer Verschwörung zu sprechen ist ein bisschen zu heiß und hoch gekocht, oder?

    Nehmen wir mal die Wikipedia Definition her:

    „…eine Verschwörung ist eine heimliche Verbündung mit dem Zweck, einen Plan auszuführen, der ein selbstsüchtiges, verwerfliches Ziel verfolgt und dessen Umsetzung zum Schaden anderer geschieht oder der die Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände anstrebt. Eine Verschwörung beruht also nicht immer auf niederen Motiven, sie basiert jedoch stets auf Täuschung.“

    Wo ist bei der hier beschriebene Verschwörung die Heimlichkeit und die Täuschung? Wird wirklich die Beseitigung eines Misstands angestrebt?

    Eher doch nur die Verbesserung der eigenen Situation. Besser noch die Anpassung der eigenen Situation an die eigenen Vorstellungen von Leben.

    So wie Du es im Text beschreibst, bewusst unter dem Motto „Leben und (den vermeintlich ungebildeten Nachbarn) leben lassen“.

    Wo ist da also die Verschwörung geschweige denn die geheime Elite? Spätestens mit dem starten dieses (ernst gemeinten?) Blogs ist die Geheimhaltung ja bereits passé 🙂

  30. Eine Elite wird nicht dadurch zur Elite, als das sie sich selbst als solche definiert. Den sogenannten Eliten von heute fehlt der eigene Leistungsanspruch in Richtung Gemeinwohl, wir haben es ausschliesslich nur noch mit egozentrischen Personenkreisen zu tun. Jahrgang 1960 Deutsch Europaer, Stolz auf Deutschland und Europa und seine Werte

  31. @Timo: Wie jetzt andere Elite nutzt auch die „Internet-Elite“ vorhandene Strukturen aus (und sei es nur die BVG-Busse), will aber sonst mit den Menschen, die diese Strukturen aufbauen und bereitstellen, nichts zutun haben; passt also ganz gut.
    Und dass Du hochwertige Lebensmittel zu Dir nehmen kannst (im Gegensatz beispielsweise zur Hacker-Elite des CCCs, die sich ja mit Begeisterung Billig-Pizzen und Tee-Zucker-Mischgetränke einverleibt), spricht was die Lebensqualität angeht auf jeden Fall für Dich.

  32. @Timo: Elite -welche auch immer- heißt nicht Selbstversorger. Und eine Elite alleine kann per se nicht existieren, schon alleine weil sie sich nicht mehr abheben würde vom Rest.

  33. @ Friedemann Ja, genau so.

    @mspro Da bin ich mal gespannt, ich seh das ein bisschen anders: insbesondere Eigentümer extrem teurer technischer Produkte zu sein ist ja bezeichnend für die Bohème, seis nun Rechner oder iPhone. Und auch wenn diese Klasse Eigentumsrechte weitestgehend ablehnt, so spiegelt sich doch genau in diesem Warenfetischismus ein Widerspruch, der aufzulösen nicht ganz einfach sein dürfte. (Obendrein ist das Netz weitgehend in der Hand privater Firmen, aber das nur am Rande.)

    Etwas weiter gedacht, kann ich der These überhaupt nicht mehr folgen, denn die Privatisierungswellen, die wir gerade durchleben, und die schrittweise Abschaffung des öffentlichen Raumes zeigen für meine Begriffe in genau die entgegengesetzte Richtung.

  34. Frederic – das „extrem teuer“ von diesen Produkten ist ein seeeeehr relatives „teuer“. Nicht nur für mich, der ich diese Dinge mit fast nichts dennoch finanziert bekommt (alles eine Frage der Präferenzen) sondern gerade auch in Schwellenländern wo das Smartphone der erste erschwingliche Computer überhaupt ist. Da hast du eine etwas enge Sichtweise.

    Und auch dein Eigentumsbegriff ist ein ziemlich unreflektierter. Die Dichotomie zwischen öffentlichem und privatem Eigentum ist ja nichts wo „Eigentum“ ansich in Frage steht.

    Nein, wenn ich anfangen sollte den Eigentumsbegriff zu besprechen, dann würde ich da ein paar Stufen weit drunter ansetzen.

  35. Bin ja ganz hibbelig, eine komplette Diskussion gelesen zu haben und noch Kommentarlust zu verspüren – danke an mspro für den Text und Friedemann für die Kritik dazu: beides sehr anregend, wobei ich Friedemann sehr zustimmen möchte, auch in seiner gemäßigten Haltung und sehr angenehmen Schreibe.

    Genug Pott Honig: Mir, Jahrgang 83, geht es zu der Generationenfrage ähnlich, ein Gefühl von verschlossenen Türen. Manchmal lese ich Texte von Mitt-Dreißigern und fühle mich selbigen sehr fremd, halte sie für Fossilien. Dann gibt es wiederum gleichaltrige an der Universität, die mir völlig fremd sind in ihrer Haltung zu aktuellen Themen – ich verschublade sie dann unter vorherigen. Man muss dazusagen: ich studiere in Augsburg, vulgo: Provinz.

    Besonders aber die Frage, wie die nachfolgende Generation mit den oben genannten Thematiken umgeht. Faszinierend dabei, wie man merkt, dass die digitale Verankerung dieser Generation sich in sehr vielem spiegelt: die Unterschiede in Kleidung, Verhalten und Äußerem (kulturelles Kapital usw) zwischen einer 25-jährigen Lehramtsabsolventin und einer 19-jährigen Abiturienten mit selbigem Studieninteresse sind grassierend.

    Natürlich gilt auch hier: alle Angaben ohne Gewähr, das sind alles nur „gefühlte Temperaturen“, entstanden aus meinem Umfeld oder der peer-Group.

  36. mspro Mein Fehler, ich meinte „relativ extrem teuer“: häufig sind doch in den Haushalten genau diese elektronischen Geräte das mit Abstand teuerste. Dementsprechend verhalten sich übrigens auch die Besitzer, ich kenn wenige Leute, die ihr iPhone nicht mit Widerwillen aus der Hand geben. Leute, die Dir ohne mit der Wimper zu zucken ihr Auto geben, fangen an zu heulen, wen Du kurz an ihren Rechner willst. Meine Endgeräte: mein Claim.

    Und zweitens, selbst wenn Du so tief ansetzt, bin ich mal gespannt, wie Du auflösen wirst, das inzwischen fast alles auf der Welt einen Besitzer kennt mit Ausnahme dieses Landstreifens in der Arktis.

  37. Frederic – bislang habe ich nur ein paar lose Ideen und Ansätze. Wenn ich einen Hebel gefunden habe, werde ich drüber bloggen. Kann aber noch dauern.

  38. Schöner Beitrag. Kommt besonders gut mit einem schönen Glas Hackerbrause. Chouette!

  39. @Sebastian
    Elite definiert sich auch dadurch, dass sie über Druckmittel verfügt, ihre „elitäres“ Leben aufrecht zu erhalten – Kapital, abhängig Beschäftigte, gesetzlich abgesicherte Privilegien. Die von MSPRO skizzierte „Internet-Elite“ kann sich keiner Privilegien sicher sein und hat auch kaum Machtmittel. Prekäre Elite.

  40. Bin ich der einzige, dem es ziemliches unbehagen bereitet, diesen Text zu lesen?

    „Nicht den unteren Bildungsschichten, wohlgemerkt. Nur die Elite, der jungen Leute aus mindestens mittelständischen Haushalten.“
    „Eine Elite, die sich auf eine gewisse Weise satuiert hat“
    „Dort akkumuliert sich die neue Macht, die sich nicht mehr um sein Wohlergehen schert. Eine Elite, die sich selbstgefällig freut, wenn wieder eine Autofabrik dicht gemacht wird“

    Ich kann mir nicht helfen, aber ich lese hier in erster Linie einen ungläublichen Dünkel heraus; nicht das ’sich abwenden‘ vom ’nationalen Konstrukt‘ sondern ein sich abwenden von der Gesellschaft als Solidargemeinschaft.
    Was hat es mit Bildungselite zu tun, wenn mir die sozialen Belange meines unmittelbaren Nachbars schnuppe sind? Ich finde das eher arrogant, unmenschlich und ziemlich besorgniserregend.

    Ich entstamme derselben „Schicht“ wie mspro, bin fast genauso alt und natürlich kann ich mich mit gewissen Kreisen eher identifizieren als mit anderen. Aber mir sind die ‚Anderen‘ mitnichten egal. Sich in den anderen hinein zu versetzen -gerade, wenn es schwer fällt-, nennt man Empathie oder auch soziale Kompetenz. Mir scheint mspro feiert hier genau das Gegenteil ab.

    „Das alles fühlt sich so klein und obsolet an.“

  41. stoertebeker – wenn es nur dir so ginge, mit dem unbehagen, hätte ich versagt. denn das ist doch genau der punkt auf den ich hinaus wollte.

  42. Um mal auf die angesprochenen „Selbstversorger“ zurückzukommen. Die „Landkommunen“ haben sich in den 70er/80er Jahren auch als Elite begriffen. Weil sie sich dem Druck der Gesellschaft entzogen haben. Irgendwie habe ich den Eindruck, MSPROs Elite enzieht sich diesem Druck auch, jedoch „virtuell“ und damit nicht sunstanziell.

  43. Nun ja. Der Text liest sich aber nun mal so, als wäre die von dir beschriebene ‚Verschwörung‘ eine Tatsache (was ich bestreite) und als wärest du mit Verve und Begeisterung dabei (was ich nicht hoffe).

    Klar vernetzen sich die Menschen zunehmend weltweit und rücken auch kulturell enger zusammen. Mir leuchtet auch ein, dass sich gewisse Klassen, die es vorher auch in den Gesellschaften der Staaten gab, global abbilden. Aber wiso muss man daraus ableiten, dass einem das Interesse für lokale Belange und die lokale Gemeinschaft plötzlich abhanden kommt?

    Ich muss nicht ‚Bauer sucht Frau‘ gucken, um demjenigen der es guckt, zu wünschen, dass er eine Arbeit hat und wenigstens einen Mindestlohn bezahlt bekommt.

    Viel mehr als die von dir postulierte Verschwörung machen mir diejenigen Sorgen, die sich tatsächlich komplett abgekoppelt haben und über quasi unbegrenzte Macht und Geld verfügen.
    Aufgabe einer Bildungselite sollte es sein, die Geldelite in ihre Schranken zu verweisen.

  44. Das Eliten international agieren soll irgendwie neu sein?

    Denke doch einfach mal an die Kirche, die Gottesdienste bis in unsere Zeit hinein auf lateinisch abgehalten hat (Du erinnerst DIch vielleicht an Luther…), und zentral international aus dem Vatikan agierte und agiert.

    Denke an die alten Herrschaftshäuser, die Aristokratie die stets international agiert hatte. Deutschland kannte Kaiser, die nur französisch sprachen!

    Denke an Kaiser Wilhelm II, der glaubte mit diesem internationalen Geflecht der Aristokratie würde es zu keinem Weltkrieg kommen, worin er natürlich irrte.

    Das wirklich neue aber ist, das tatsächlich nicht mehr nur eine Elite, sondern auch eine breite Mittelschicht in der Lage ist international zu agieren!

  45. Andi Z – Da hast du auf der einen Seite recht, auf der anderen ist es etwas komplizierter:

    Wenn man nach Einkommenschichten geht, dann ist es in der Tat – wie ich auch schrieb – die junge Mittelschicht, die sich zunehmend kulturell satuiert. Aber ich denke, dass genau diese Schicht erstens heterogener ist und in der Tat nicht komplett diesen Weg geht. Und dass andererseits die, die diesen Weg gehen sich mit ökonomischen Faktoren nur noch unzureichend beschreiben lassen.

    Klar bleibt dieser Weg den unteren Schichten versprerrt, insofern gebe ich Frederic recht, wenn er meint, dass es eben eine ökoniomische Vorraussetzung braucht. Aber das ist eben nur die Basis. Der Rest ist tatsächlich dort anzusiedeln, wo Bourdieu die „feinen Unterschiede“ ausmacht. Die Grenze, die gezogen wird ist in erster Linie eine kulturelle. Es reicht nicht aus ie ökonomischen Mittel zu besitzen in der Welt rumzureisen und die Geräte zu kaufen, um im Internet unterwegs zu sein.

    Man braucht ein soziales und kulturelles Geflecht, das einem die internationalen, kulturellen Güter zuführt und man braucht eine gewisse Bildung und damit einhergehende Anspruchshaltung diese Dinge zu wollen.

    Wenn sich in meinem Freundeskreis kaum einer mehr einen Fernseher leistet und stattdessen englischsprachige Serien aus dem Netz läd, dann hat das weniger mit einer Geldfrage zu tun, als mit diesen „freinen Unterschieden“, das was Bourdieu das kulturelle Kapital bedeutet.

    Dementsprechend ist der Distinktionsgewinn eben ein anderer als ein ökonomisches Statussymbol. Die Kreise von denen ich spreche, lassen sie kaum mehr von Autos oder so beeindrucken. Diese Werte treten in den Hintergrund. Und selbst der 8 Yachten besitzende Milliardär wird da nicht ohne weiteres mitspielen können.

    Dass den neuen Werten einer globalen „Hochkultur“ die Zukunft gehört, ist natürlich nur eine Prognose meinerseits. Ich kann mich irren und das wovon ich schreibe, wird als bedeutungslose, internationale Bohèmekultur in die Prekariatsgeschichte eingehen. Aber ich halte das für Unwahrscheinlich.

    Die Machtphallanx verschiebt sich immer nur in Nuancen. Wenn also die Kinder der heutigen Elite nichtmatrielle Distinktionen einführen, dann ist es wahrscheinlich, dass diese in Zukunft wichtiger sein werden, als das ökonomische Kapital.

  46. @Timo „Prekäre Elite“ werde ich mir merken. Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass es sich hier nur um eine „Internet-Elite“ handelt, denn viele Kontakte sind ja ganz real und wären auch ohne das Internet entstanden. Das Internet ist für diese – durchaus reale – Bewegung nur ein Katalysator.

    @Benedikt Mir als Mittdreißiger geht es umgekehrt ähnlich: Ich erschrecke vor den – in meinen Augen spießigen – Ansichten mancher Jugendlicher und beneide manche Sechzigjährige darum, wie progressiv und trotzdem integrativ sie denken. Ein weiteres Indiz dafür, dass die „Grenze“ nicht nur nicht mehr entlang der tatsächlichen Staatsgrenzen sondern eben auch nicht mehr unbedingt zwischen Generationen verläuft.

    @mspr0 Ich wünsche uns einen langen Hebel. Interessant, dass ein Beitrag mit einem so ironischen Unterton eine solche Diskussion auslösen kann.

    Zur nächsten Fußball-EM werde ich übrigens trotzdem wieder für die Deutschen jubeln (wenns was zu jubeln gibt).

  47. Pingback: Web-Elite: Das ist nicht meine Verschwörung « Blind-PR

  48. Nur weil ich mich nicht mehr als Deutscher sehe, heißt das nicht dass ich mich nicht mehr um das Wohlergehen meines Nachbars schere, er ist mir nur nicht mehr in so starkem Maße wichtiger als der Afrikaner und dass dann die Probleme meines Nachbars mir eher als nichtig erscheinen, liegt daran dass sie es im Vergleich zu anderen Weltbürgern auch einfach sind 😀

  49. Mal sehen wer eines Tages an Deinem Krankenbett steht. Erst an diesen Tagen wird sich zeigen, wie Dein Leben war.

  50. Castells, Netzwerkgesellschaft, Inklusion/Exklusion nach globaler Klassenlage

    ???, The Transnational Class

  51. Meine grösste Reise war als ich nach dem Abitur Zivildienst gemacht habe. Geographisch waren das nur ca.300 Meter. Kulturschock nennt man das. Die Leute die ich da kennen gelernt habe, hatte alle mehr in der Birne als die ganze Kollegstufe + Lehrer zusammen.
    Mein Eindruck hat sich vor kurzem auf einem Kollegstufentreffen noch verstärkt. Von daher habe ich ein gespaltenes Verhältnis zu solchen Eliten. OK im Altenheim haben sie damals verabscheuungswürdige Musik gehört und nicht gekifft.

  52. „Die Machtphallanx verschiebt sich immer nur in Nuancen. Wenn also die Kinder der heutigen Elite nichtmatrielle Distinktionen einführen, dann ist es wahrscheinlich, dass diese in Zukunft wichtiger sein werden, als das ökonomische Kapital.“

    … is mir recht 🙂

    feine Grüsse
    Karen

    PS : und wo willst Du hin ? …
    … und bedenkst Du auch, dass eines Tages, Du Deinen Nachbarn brauchen wirst, erst wegen Deiner Kinder, die lärmen und Ihr nicht aus der Wohnung geklagt werden wollt, dann wegen deiner Eltern, die zu pflegen Dir zu zeitaufwendig und zu teuer… und dann dann irgendwann wirst auch Du nicht mehr durch die Welt jetten, sondern Deine Knochen zählen (wenns Dir nich Herr Alz oder Frau Demenz einholt … ) spätestens dann, wenn Der oder Die Nachbar/in nun ein paar freundliche Worte für Dich übrig, wirst Du merken, dass Nachbarn schon auch da sind … (bzw. dass es schön wäre wenn … )

  53. Oh. Ein Provokateur. Und dazu einer, der in seiner eigenen Welt lebt. Gut. Das tut Dein Nachbar auch. Fragt sich nur, wer zufriedener ist 🙂

  54. Pingback: Neue Elite? | Luca Hammer

  55. letztes wort (von mir)

    mein beitrag kam wohl ziemlich negativ rüber, war aber nicht so gemeint.

    Ich stimme 89er zu, mir (und hoffentlich auch meiner Geration) sorgen sich viel mehr um das Gemeinwohl ALLER Menschen (und der Natur) auf Erden, dann um den unmitelbaren Nachbarn.
    Wenn ich bedenke, dass mein „Nachbar“ sich sorgen macht, welche Biersorte etc nehmen soll, dann kommt mir mehr der Junge in den Sinn, der in Mexiko (glaub ich) Schuhe Putzt und mit einem 100 Dollar Laptop bei Wikipedia sich wissen aneigenet (siehe Life in a Day)

  56. Wenn Sie so ein Freund des Internationalis muss sind, wieso nehmen Sie nicht ihre Elite-Freunde und gründen irgendwo ein noch größeres Multi-Kulti-Gulag als die BRD. Die ganze internationaliste Globalisierung ist meiner Meinung nach nur vorrübergehend. Es wird in Zukunft auch mehr National-Staaten als jetzt geben. Mal einen Blick nach Jugoslawien (falls Sie so alt sind, um das überhaupt noch zu kennen) oder die Tschecheslowakei werfen. Auch auch die UdSSR ist zerbröckelt. Und wenn wir ganz großes Glück haben, dann wird auch die EUDSSR zerbröckeln. Den Deutschland braucht die EUDSSR nicht.

  57. Den Deutschland braucht die EUDSSR nicht.

    Bwahaha Ich brauche Deutschland nicht. Und vor allem nicht das dumme Menschenmaterial das es bevölkert. Durch Bertelsmann verdummt und durch den Medienterror kaum des denkens fähig, schlicht erbärmlich. Und wie ich denken viele.
    Es ist auch kein Wunder eher nen Selbstläufer, lernt man sogar in der Schule.. Aber sapere aude ist in der BRD nicht angesagt.
    Ich hoffe das es genug durchhalten um an der Lösung zu arbeiten, die piratenpartei ist die Hoffnung meiner generation. Die parallele zu den grünen ist wirklich frappierend, es scheint als wären wir auf dem richtigen weg..

  58. Pingback: Recent Linkage 6 « Signifying Media

  59. @mspro: du beschreibst einen zustand. diese kluft besteht tatsächlich und wird immer größer. aber das muss ja nicht so bleiben. deswegen meine ganz einfache frage:

    warum setzt du dich nicht dafür ein, dass mehr menschen teil dieser elite werden?

    dann ist es naturgemäß keine elite mehr. aber elite ist auch ja kein selbstzweck, oder?

  60. nun, indem ich auf das problem aufmerksam gemacht habe, habe ich ja schon mal einen entscheidenden schritt in diese richtung getan.

  61. Pingback: Ein Kessel Buntes « LaThreepwood

  62. Arno Nyhm
    Lest Willem Flusser ! Er ist einer der wichtigsten Philosophen dieses Themas und vielen total unbekannt. Kommt aus Europa, emigrierte nach Brasilien, lebte in Frankreich.

    Zur Verschwörung folgendes:
    Es geht nicht um globale Elite und den dumm…en Nachbarn nebenan. Das sind alte Begriffe und sie spalten die Menschheit. Wer hat Zugang zu welcher Bildung, welcher Information usw. ? Wer kann in dem Infomüll der Medien Spreu von Weizen trennen ? Wer verteilt hier Bildungsprivilegien und wer ist aus Faulheit dumm.

    Das Thema der „Nation“ wird gerade auf europäisch neu buchstabiert. Plötzlich müssen die „Nationen“ eine einheitliche Sozial- und Wirtschaftspolitik entwickeln, um die klassische europäische Nation zu überwinden. Mit welchen kulturellen und wirtschaftlichen Problemen das verbunden ist, kann man allenfalls ahnen. Hier kommt in diesem Jahrzehnt noch vieles auf uns zu. Auch ist der Nationengedanke noch immer auch mit einem Freiheitsbegriff verbunden (siehe aktuelle Ägypten). Das aufzuheben in einem größerem Kontext könnte wohl die Aufgabe sein. Die Religionen haben das versucht: urbi et orbi (katholisch: dem ganzen Erdkreis) oder auch der Islam und das Judentum. Vielleichleicht liegt die Lösung im Nahen Osten tatsächlich in der Auflösung der Staten Libanon, Israel, Jordanien, Palästina in einer neuen Einheit. Man wagt das kaum zu denken.

  63. Oh Michael, hast du schon mal eine Zeit außerhalb von Deutschland gelebt?

    Ich denke, je mehr Zeit man im Ausland verbringt, des so mehr lernt man unser Land zu schätzen. Außerhalb Europas gibt es wenige Länder, die solche eine funktionierende Infrastruktur haben. Gehe doch mal in die USA, Australien oder nach Kanada und versuche mal mit dem Zug oder Bus ans Ziel zu kommen. Spaß macht das nicht.

    Wenn du dich zu einer gebildeten Elite zählst, dann kannst du in Deutschland froh sein. Hier, wie in den meisten Ländern Europas kannst du deine Kinder unbesorgt durch die Städte laufen lassen ohne dass du dich groß um sie sorgen musst. Du musste keine zwei Meter hohen Zäune und Mauern um dein Haus bauen um dich sicher zu fühlen. Es ist sogar so, dass der Begriff „Gated Community“ hier in Deutschland den Meisten unbekannt ist. Es gibt für diesen Begriff nicht einmal eine Übersetzung.

    Wenn ich an Deutschland denke, dann denke ich nicht an „deutsches Blut“ oder anderen Unsinn sondern daran, dass du hier eine Baugenehmigung bekommst ohne einen Beamten bestechen zu müssen. Daran, dass wir eine halbwegs funktionierende Demokratie haben und sogar die ärmsten eine Hochschule besuchen können. Insgesamt denke ich an etwas für das es sich lohnt sich einzusetzen.

  64. Pingback: Bookmarks vom 08.02.11 bis 13.02.11 – Irgendwas ist ja immer – Reloaded

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  66. @Tom

    „dass du hier eine Baugenehmigung bekommst ohne einen Beamten bestechen zu müssen“

    Wie leben in Zukunft in einer postmateriellen Gesellschaft. Keiner will mehr bauen und auch Beamten ist ganz postmateriell Bestechungsgeld egal.

  67. Pingback: Medienlinktips KW6 » Lynyus|blog

  68. Ich verstehe nicht genau, woher dein Gestus der Empörung und „Enthüllung“ kommt. Ich sehe weit und breit nichts, worüber Unklarheit bestünde. Das Gefühl und das Bewusstsein von einem supranationalen Zusammenhang zwischen den Menschen ist nicht gerade neu. Es ist nach dem WK2 langsam, aber kontinuierlich gewachsen. Parallel zum wachsenden Welthandel, zu mehr supranationalen Institutionen, zu mehr Studentenaustausch, zu mehr Urlaubmacherei bis nach Bhutan und Absurdistan, auch zu mehr gloablen Problemen und zu einem wachsenden Bewusstsein dafür, dass kein Staat gegen andere Staaten gewinnen kann, ohne selbst zu verlieren etc. Das Internet fügt dem eine weitere Schicht hinzu, die die Bewusstseinslagen, die ohnehin vorhanden waren, verstärkt. In Deutschland hat der Internationalismus natürlich ein Heimspiel, weil bei „uns“ ja bald jeder Mittelständlicher ein halbes Dutzend Auslandsvertretungen betreibt. Zudem sind „wir“ ja auch in den vergangenen 4 Jahrzehnten im Inneren rapide zu einer viel bunteren Gesellschaft geworden. Internationaler Handel erweitert die Horizonte – die ganzen Austauschprogramme und Stipendien kommen ja aus der wirtschaftlichen Überlegung, dass deutsche Unternehmer und Arbeitnehmer auch international mobil sein müssen. Im übrigen ist Auswanderung faktisch keine Angelegenheit nur der Höhergebildeten. Rund 28 % der deutschen Migranten gelten als hochqualifiziert gg rund 20 % in der Gesamtbevölkerung. Also 70% „normale Leute“, die in andere Länder gehen. Steil angestiegen ist im übrigen der Wegzug in EU14-Länder. Kein Wunder – es herrscht ja Freizügigkeit. Das sind aber mitnichten alles junge Leute, sondern mindestens ebensoviel frustrierte 45jährige, Rentner und eben Mitarbeiter, die für Ihre Konzerne unterwegs sind.
    Ein anderer Punkt ist natürlich richtig und wir haben es gerade in Ägypten gesehen: Das Prinzip der Territorialität ist stark angegriffen, und da tatsächlich vor allem durchs Internet. Staatliche Autoritäten haben zunehmend Schwierigkeiten, ihr „Hoheitsgebiet“ medial zu beherrschen. Für autoritäre Staaten ist aber die Behauptung des medialen Terrains keine Nebensächlichkeit, sondern von zentraler Bedeutung (siehe auch Ungarn, siehe auch die chinesische Medienpolitik). Es stimmt also durchaus, dass sich das Nationalstaatsprinzip immer weiter weg bewegt vom 19. Jahrhundert und dass sich die „inneren Angelegenheiten“ der Länder immer mehr miteinander vermischen, aber die nette kleine Bewusstseinsblase, die du beschreibst, ist dafür am wenigsten verantwortlich, eher eine Folge der Dinge, die technologisch, weltpolitisch und wirtschaftlich passieren.
    However, fahr ruhig nach Paris und New York. Der Tourismus-Pegel steigt weltweit. Schadet höchstens der Umwelt, bringt die Völker aber einander näher. Lang lebe der Individualreisende!

  69. Dein Weblog wird in der deutschen Sprache geführt, obgleich Du dieses sicher adäquat englisch bewerkstelligen könntest.

    Aber so können wir wenigstens noch Deinen Gedankengängen folgen.

  70. +1 zu Till Westermayer: Innensicht einer verhältnismäßig winzigen Praxisgemeinschaft, die Dank ihrer vermarktbaren Kenntnis digitaler Technologie und Englischkenntnisse plus Kostensenkungen in internationaler Kommunikation & Reise eine Erfahrung macht, die der „transnational capitalist class“ gleichkommt, wenn auch nicht in ihre Kreise aufschließt, da ihr dazu dann doch Kapital, Distinktionsmerkmale und Zugang zu sozialen Netzwerken (realen) fehlt, aber auf im Stillen auf ein Aufschließen qua Startup-Buyout hofft.

    In einem Wort: Easyjet-Set?

  71. @Sebastian

    Ach Sebastian, die (transnationalen) Kapitalisten sind nicht die einzigen, die sich international organisiert haben, gute Parties feiern und Stil haben. „Globalisierung“ ist nur scheinbar ein exklusives Wort der alten geldfixierten Erbärmlichkeiten.

    Oder hast du in dem Kommentar von dir geredet?

  72. 15 Unternehmen in China in das globale Top 500

    2004 Global 500 Ranking in China veröffentlicht sind vier Firmen in einem. In den vergangenen 10 Jahren hat China der Welt Top 500 Unternehmen aus den drei eingegeben werden, um die derzeitigen 15. 500 neue chinesische Unternehmen in die State Grid Corporation, Shanghai Baosteel Group Corporation, Hutchison Whampoa Limited und der Shanghai Automotive Industry Corporation (Group). Das Ranking ist das US-Magazin „Fortune“, kündigte am 12..

    11 weitere chinesische Unternehmen (ohne Taiwan) ist: Sinopec, China National Petroleum, China Life, China Mobile, Industrial and Commercial Bank of China, China Telecom, Sinochem, China Construction Bank, Bank of China, Agricultural Bank of China, COFCO.

    In der Rangliste, hat die US-Handelskonzerns Wal-Ma wieder oben auf der Liste.
    In den vergangenen 10 Jahren Rang 500 großen Unternehmen stieg der US-Unternehmen bis 189 von 151. Japanische Unternehmen sank auf 82 von 149.

  73. @Michael Seemann

    „Die gebildete Mittelschicht in meinen Alter hat viel mehr kulturelle Schnittmengen mit seinem Pendant in anderen Ländern (…), als mit meinem Nachbarn.“

    War das denn – zumindest im 20. Jahrhundert – je anders? Linda Reisch, zur Wendezeit 1989 Kulturdezernentin in Frankfurt/Main, bekam seinerzeit furchtbaren Ärger durch ihre Bemerkung, sie verspüre – bei aller Ergriffenheit über das Ende eines furchtbaren Unterdrückungssystems – weiterhin mehr Gemeinsamkeiten mit ihren Freunden in Mailand oder San Francisco als mit einem zufällig ausgewählten Ostdeutschen.
    Das ist 22 Jahre eher, es gab kein Internet, und die Globalisierung steckte im Vergleich zu heute noch in den Kinderschuhen.
    Ortsnamen wie „Jarkata“ und „San Fransico“ zeugen übrigens von eher mäßig ausgeprägter Internationalität.
    Nix für ungut 😉

  74. Pingback: Hoch hinaus (reloaded) « manticora

  75. „Jarkata“, „San Fransico“, LOL, du willst Elite sein? Lern erst mal schreiben.

  76. Oh. Seemann verfertigt wieder einen Darmwind aus dem Borgwürfel. Kastrierter Autismus, der seine Suppenteller-Perspektive mit Weltläufigkeit verwechselt.

    Ich hätte gern mein Eintrittsgeld zurück.

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  78. Pingback: Wertewandel « H I E R

  79. Pingback: Scheiße, Wahlen in Hamburg | Lonely People Talk A Lot

  80. Spätestens wenn Du alt bist, wird es dich nicht mehr langweilen. Dann willst Du „einen“ – nur einen Platz an dem Du dich wohlfühlst. Willst Freunde um Dich herum haben. Willst wissen, nicht alleine zu sein. Auch bis zu diesem Tag wird Dir kein RJ45 Stecker gewachsen sein und in Ermangelung der körperlichen Fähigkeiten wirst Du Deine „Umgebung“ wieder als Deine Heimat sehen. Die Menschen in Deiner nähe werden interessant weil Sie Dich persönlich kennen und nicht als Blog-Persönlichkeit.

    Du bist nur 2 Jahre jünger als ich, aber ich frage mich – ob Du wirkliche an ein digitales römisches Reich glaubst.

  81. Pingback: WMR 18 – Die Rotweinrevolution! » Wir. Müssen Reden

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