Liebe Banken,

klar wollt ihr mein Geld. Das wollen ja alle. Und ich geb es euch auch. Geliehen. So ist der Deal. Früher, also damals, als ihr noch Mitarbeiter beschäftigt habt, also noch vor den ganzen EC-Automaten und dem Onlinebanking, da habt ihr mir dafür sogar noch Zinsen gezahlt. Ja echt. Ihr habt mir Geld gegeben, weil ich Euch meins geliehen habe. Verrückt, was? Es war nicht viel. Und es wurde mit der Zeit immer weniger. Wohl proportional zum Sinken den Mitarbeiterzahl, wenn ich jetzt zurückblicke. Seit einiger Zeit schon gibt’s gar nix mehr.

Aber jetzt. Jetzt wollt ihr Geld dafür haben, dass ich Euch mein Geld leihe. Hat Euch das Mitarbeiterentlassen so viele Kosten verursacht, dass ihr jetzt Geld fürs Leihen nehmen müsst? Was kostet Euch denn eigentlich so ein Girokonto heutzutage, wo alles elektronisch funktioniert? Was verdient ihr denn an meinen 1000 Euro, die da drauf sind pro Monat? Naja, das kann man ja mindestens am Leitzins sehen, den ihr auch schon seit Jahren nicht mehr an eure Kunden durchreicht.

Liebe Banken, ich glaube ich hab irgendwie kein Bock mehr mich verarschen zu lassen. Liebe Banken, ich hab den Eindruck, dass ihr Euch untereinander abgesprochen habt, wie sonst kann man so desaströs mit seinen Kunden umgehen? Liebe Banken, ich hätte gerne gewusst, wo all das viele Geld geblieben ist, aus dieser organisierten volkswirtschaftlichen Abzocke. Liebe Banken, ich hoffe es kommt bald ein Terrorist und sprengt Eure tollen Hochhäuser in die Luft. es kommt ein neuer, nicht-korrupter Konkurrent mit einem fairen Angebot und ihr geht alle pleite.


9 Gedanken zu “Liebe Banken,

  1. Banken sind die Pest am Arsch der Welt! Im Mittelalter nannte man sowas Raubrittertum.

  2. ne echt. Ich frage mich wo all das Geld hin ist aus der unglaublichen Produktivitätssteigerung und und den allgemein steigenden Zinsen und dem Abbau des Services bei den Kunden und deren Extraabzocke. Das sind Fantasitillionen, die da volkswirtschaftlich irgenwohin verschwinden. Durch!

  3. bin eben vom axonas durchgezappt. netter artikel. gut gebrüllt…

  4. genau, gut gebrüllt. und sonst? es gibt alternative banken. man sollte sich informieren, wem man sein geld (=vertrauen) gibt. anleger nehmen politischen einfluss. wenn wenigstens das in den köpfen angekommen ist, können wir uns das brüllen sparen.

  5. Anonym
    Du, ich bin da offen. Wenn auch sehr kritisch und skeptisch und vor allem Vorsichtig. Aber wenn du Tipps hast: nur zu. Über Links oder Beispiele würde ich mich freuen.

  6. http://www.gls.de/
    auf einer kritischen haltung kann ich mich noch nicht ausruhen. die banken agieren auf einer breiten, soliden weltwirtschaftlichen basis. meckern ist ein witz.
    meiner meinung nach guter artikel, bleib offen.

  7. genau sowas hab ich mir nämlich gedacht. Ich will nicht mit meinem Geld die Welt retten (dafür hab ich einfach zu wenig), ich will lediglich ein faires Angebot bekommen uhnd nicht das Gefühl haben, dass ich abgezockt werde. Sorry.

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