Mein erster Podcast

Jörg und ich haben beschlossen jetzt ab und zu Podcasts zu machen. Das Konzept sieht folgendermaßen aus: Wir überlegen uns Themen, löten uns einen rein und quatschen per Skype (er in Berlin, ich in Hamburg) einfach drauf los.

Demnächst (Wenn Jörg eine Webcam hat) wird es das dann auf Video geben, sicher auch ohne böse Aussetzer und blödes Rumgestammel. Man soll ja im Allgemeinen besser werden.

Heute geht es erstmal um den ganzen 9to5 Diskurs. Wir reden über die Ansätze, die Holm angerissen aber leider nicht weitergeführt hat. Werbung, Freundschaft, Demokratie, Web2.0-Strategien und das Politische.

Viel Spass!!!



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Links:
Spreeblick und die SPAM Aktion
Marcel Weiß‘ Artikel über Facebook


9to5 – perversöhnliches Fazit

Jetzt habe ich gestern aus dem Affekt heraus ziemlich unversöhnlich über 9to5 geschrieben. Jetzt ist das, was ich sagte, nach wie vor nicht falsch. Als abschließende Betrachtung jedoch soll das nicht so stehen gelassen werden. Denn eins kann ich für mich festhalten: es hat sich gelohnt.

Zunächst: Es war ein wundervolles Setting zum Kennenlernen, für Gespräche, fürs Chillen, es gab tolle Bands und jede Menge netter Menschen und Bier zu bezahlbaren Preisen. Ich kann schon sagen, ich hab mich wohl gefühlt und es sehr genossen.

Dadurch, dass ich inhaltlich kaum etwas erwartet habe, konnte ich auch sehr entspannt an die Sache herangehen. Das Radialsystem ist eine super Location. Die Infrastruktur (W-Lan, Strom) ist professionell angegangen worden und überhaupt war die ganze Veranstaltung super durchdesignt.

Ich habe so ziemlich alle meine aktiven Twitterkontakte getroffen und eine ganze Menge Blogger kennen gelernt, deren Blogs ich schon kannte und bin auch auf neue interessante Blogs gestoßen. Das allein war schon mehr als genug, um den Berlintrip nicht zu bereuen.

Insofern ist das aber auch wieder typisch für alles, was die Z.I.A. macht. Sieht toll aus, macht Spass, ist unterhaltsam. Und ich kann sehr gut damit leben, solange sie sich nicht mit gesellschaftlich/politischen Ansprüchen lächerlich machen.


Was ist ein linker Schnöselismus?

Irgend ein Idiot hat mal gesagt, nichtvorhandene Erwartungen könne man nicht enttäuschen. Es geht. Partiell. Denn obwohl man sich schon beim Lesen des Programms langweilt, obwohl man schon von der Aufmachung her das Gefühl hat, einem egozentrischen Selbstgehype beizuwohnen, man eigentlich nur da hingeht, weil man kein Bock auf Alstervergnügen in Hamburg hat, dann wird man immer noch glauben, dass Leute, die sich an die Speerspitze innovativer sozialer Organisationsprinzipien drängen, wenigsten versuchen ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

Die ganze Veranstaltung sagt einem: Hier sind wir, das coole Netzwerk der digitalen Bohème (aka: Z.I.A), da seid Ihr, gerufen um uns zu bewundern. Wir werden Euch mit Begriffen wie Allmende, Web2.0 und Offenheit bewerfen, aber so lange wir das tun, tut ihr gefälligst nur eines: zuhören.

Was wäre ein linker Neoliberalismus? Das war die Frage, welche einer der Hauptgründe war, weswegen ich hier überhaupt bin. Eigentlich hätte es etwas spannendes werden können. Rinks, Lechts, Neo und Liberalismus sind schließlich Begriffe, die definitiv auf die Agenda gehören. Und ja, allein der Versuch ist als Statement schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber, ach, Holm Friebe. Hätte er sich bloß nicht eingeladen. Er hatte sich überhaupt nicht vorbereitet aber das mit Verve. Er hatte zwar ein paar lose Ideen zusammengetöppelt und eine ganze Menge Zeitungsartikel ausgeschnitten, aber wenn er redet, dann ohne Konzept, ohne roten Faden. Er sagt Dinge wie „Inhaltistisch“, erzählt wie er das Programm „programmiert“ hat und sinniert über die „personelle Konfiguration“ der Runde. Es war Gerede, zugegeben gekonntes Gerede, aber Gerede. Ohne Inhalt, ohne Substanz. Nur: insofern spiegelte er nur die gesamte Ausrichtung des Festivals: eine leere Pose.

Und während Mercedes Bunz wenigstens versuchte das Thema konkret zu problematisieren, quatschte Holm wirr vor sich hin, hielt zeitungsartikel in die Luft und rezitierte Zitate. Holm schaffte es, jede These im Schlamm seiner Selbstdarstellung zu versenken.

Ich weiß eigentlich gar nicht wie es weiterging. Es schlierte sich alles in einem Larifarisumpf zusammen in dem man sich nur in abgerundeten Eckpunkten einig war: die Linke muss was anderes werden/sein als sie ist und der Neoliberalimus muss etwas anderes hinzutun, damit alles irgendwie anders wird. Für eine Zukunft mit Zukunft hätte Rocko Schamoni hinzugefügt.

Vielleicht war es auch einfach zu ehrgeizig, diesen begrifflichen Sumpf innerhalb einer Veranstaltung tatsächlich begehbar machen zu wollen. Einerseits.

Aaaaber eigentlich waren es gar nicht die Worte: die Demaskierung fand dann bei den Publikumsfragen an. Zunächst mussten alle, die die Dreistigkeit besaßen, eine Frage stellen zu wollen, noch vorne an die Tafel Bühne, weil es kein wirkliches Publikumsmikro gab. Und die, die sich trauten wurden sodann von Holm Friebe angepault: Sei es, dass er ihre Fragen als irrelevant einkategorisierte, sei es, dass er ihnen dauernd ins Wort fiel, um sie zum Langsamsprechen anzuhalten.

Absichtlich oder Unabsichtlich brachte dieses Desaster ein Zuschauer auf den Punkt, indem er die Gretchenfrage nach der Demokratievorstellung stellte, der in dem Linken-Konzept der Beteiligten bisher scheinbar nicht vorzukommen schien. Und hier wurde das Dilemma schlagartig sichtbar: denn das war sicher kein Zufall, dass dieses nicht unwichtige Thema ausgelassen wurde:

Der Popdiskurs ist elitär. Die Z.I.A ist elitär. Holm Friebe ist elitär. Diese ganze Veranstaltung atmet diesen elitären Habitus. Demokratie sind die anderen. Die unwichtigen. Was hier vorgestellt wurde, war der linke Schnöselismus.


Ipernity now

Meinen Flickraccount hatte ich ja schon länger abgeschossen. Alternativen gab es zwar genug, nur, welche sollte ich nehmen? Ich habe also die ganzen Erfahrungsberichte studiert, die so in der Blogosphäre herumgeistern, aber getraut, mich wo einzurichten, hab ich mich nicht. Nach längerem Abwarten allerdings kristallisierte sich Ipernity immer mehr als Alternative heraus. Man konnte der Schwarmintelligenz praktisch beim denken zuschauen. Und da die ja immer recht hat…

Also nahm ich mir ein Herz und einen ganzen Batzen Fotos und bin da jetzt einfach mal eingezogen. Und tatsächlich: hier hab ich gleich auf Anhieb viel mehr Fotos reingestellt, als ich je in Flickr drin hatte. Irgendwie fühlt es sich besser an. Obwohl das Look&Feel beinahe 1zu1 bei Flickr geklaut ist, wirkt es für mich ansprechender. Was sich extrem viel besser anfühlt ist aber vor allem die Geschwindigkeit. Das war etwas, was bei Flickr ungemein genervt hat und ich merke jetzt bei Ipernity, was Flickr hätte sein können.

Einige Features fehlen allerdings noch. Die PostByEMail-Funktion ist derzeit noch in der Entwicklung und ein „Blog this“- Button wäre auch verdammt praktisch. Web-Widgets fürs Blog vermisse ich auch, oder hab ich die nur nicht gesehen? (Die wollen wohl aber, dass man das hauseigene Blogsystem nutzt, deswegen kann das auch gut berechnend sein. Was soll sowas? Das funzt bei Myspace schon nicht.)

Jedenfalls hat es mich gepackt. Ich hab Stunden damit zugebracht tonnenweise Daten drauf zuschaufeln. Sind jetzt zwar zeitlich durcheinander aber für meine Verhältnisse super getaggt und in Alben gefasst. Sogar gegeotaggt hab ich die meisten Bilder. Ein paar Videos hab ich auf drauf gestellt.

Eine andere Sache, die ich mit dem Account vorhabe, ist eine Art Sammelstelle für Fotos aus dem Freundeskreis einzurichten. Da meine Freunde zum großen Teil nicht besonders netzaffin sind, ist das nämlich nicht so einfach. Da wäre erstmal die Überzeugungsarbeit, sich einen Account einzurichten. Die – berechtigte – Angst, was mit den Bildern von einem geschieht, etc. Also hab ich die meisten der Freundesbilder auf Friends-Only gestellt und haufenweise Invitations rausgeschickt. Rückkehrquote ist bisher eher mau. Aber mal sehen.

Und ja. Ich hab richtig Bock jetzt regelmäßig meine Bilder darauf zu stellen. Das hatte ich bei Flickr irgendwie nie. Also: Ab jetzt, gibt’s hier regelmäßig Fotos und Videos von mir.

Und da das alles was ich vorhabe so viel ist (datenmäßig), hab ich mir gleich einen Pro-Account gegönnt. Mein erster Web2.0 Pro-Account ever. Mal schauen ob ich das irgendwann bereue.


Werbung

Das letzte Websiteprojekt, das ich als unbezahlter bohemisierter freundschaftlicher Berater betreut habe („Alles scheiße! Mach neu!„), ist mateuniverse.com (wegen Trafficoverflow gerade etwas langsam).

Monate, nein Jahre, beinahe Jahrzehnte dauerte es, bis Mate es schaffte, sich von dem erbärmlichen CMS, dass ich damals für ihn programmiert hatte, zu befreien, um sich mit dem noch erbärmlicheren WordPress einen monatelangen Kampf zu liefern. Wie man sehen kann, hat wordpress Mate gewonnen. Sein Relauch wird jetzt überall verwurstet wo es um Design geht.

Niemand aber berichtet, dass Mate für das Websitedesign ausschließlich ökologisch abbaubare Farben verwendet hat. Ist ja auch besser so, bei solch dekadenten Farborgien:


(ähh, war das jetzt Ok so? Darf ich Dich jetzt besuchen kommen? So wie damals in Madrid, als du das lustige Bild (oben) von uns gemalt hast.)


Fangt den Spammer

Da hat der Mario was aufgetan (Auch die Updates lesen).

Alle, ja ALLE, Blogs die es gibt sind wohl in der Liste dieses Progrämmchens vertreten. Denn genau genommen heißt diese Liste Google. Foss behauptet also nichts weniger, als dass jeder Name, den man in das Suchfeld eingibt, dem Bespammen zugestimmt hat. Verwegen, verwegen.

Sich durch Mario in der Liste aufsuchen zu lassen, ist indes nicht mehr notwendig, sondern kann mit meinem hier geschriebenen Emulator genauso gut nachvollzogen werden.


(hier bitte den eigenen Namen eingeben)

In wieweit das jedoch justiziabel sein soll, kann man dann gerne auch an mir ausprobieren. Wir sind ja hier nicht bei Restposten24 oder so.


Freunde, es wird eng

Was soll ich hier sagen? Was kann ich jetzt noch sagen? Über Call-Active oder irgendein Unternehmen? Oder eine Privatperson? Über irgendwas? Wie kann ich es sagen? Und wie kann ich noch „Wie kann ich es sagen?“ sagen, wenn jemand behaupten kann, ich sage damit eigentlich etwas anderes, was ich gar nicht meine? Z.B. dass XXX-XXXXX betrügen würde? (um es ganz deutlich zu sagen „Wie kann ich es sagen?“ steht bei mir nicht synonym für „ XXXX-XXXXXX betrügt„, und XXX-XXXXX steht nicht synonym für Call-Active und „XXX-XXXXXX betrügt“ (Vielleicht gibt es die Firma ja) ist keine Aussage meinerseits, sondern ein fiktives Zitat, um zu illustrieren, dass man meine Aussage – wie jede Aussage -, wie auch immer verstehen könnte, unter anderem auch so, was ich mir aber – AUSDRÜCKLICH – nicht zu eigen mache. Im Gegenteil, ich sage nicht, dass call-active betrügt auch nicht im übertragenen Sinn) (Wobei: „Nicht zu eigen mache“, heißt dabei aber auch und vor allem nicht: „Du blöder Sausack, Du“ und schon gar nicht habe ich irgendwen konkretes damit meinen wollen. Ich meine nur und ausschließlich, was dort steht, nämlich, dass ich mir die fiktiven Zitate zur Veranschaulichmachung eines Vorgangs nicht zu eigen mache) Ich persönlich (ACHTUNG EIGENE MEINUNG!!!) finde eine solche Rechtsprechung nicht so gut (Wobei bitte darauf zu achten ist, dass ich „nicht so gut“ KEINESFALLS synonym mit „scheiße“, „dreck“, „Nazikacke“ oder sonst irgendetwas Beleidigendes oder Verleumderisches benutze, sondern einzig und alleine meine, dass ich das Urteil nicht so gut finde. So wie es da steht.) Ich glaube, praktizierte Meinungsfreiheit ist in diesem Land durch ein solches Urteil schwerer (nicht „unmöglich“ sondern „schwerer“ auch nicht als Synonym oder gar Euphemismus von „unmöglich“, denn „unmöglich“ hieße ja, dass das Urteil dieses Land zu einer Bananenreprublik machen würde, was ich nie behaupten würde, denn das würde ja die Richter zu Bananenrepublikrichtern degradieren, was eine Beleidigung darstellen würde, die ich niemals aussprechen würde (also um es konkret zu sagen: ich sage ausdrücklich: Die Richter sind keine Babanenrepublikrichter, was bitte nicht ausgelegt werden soll, dass ich damit meine, sie SEIEN Bananenrepublikrichter, also dass ich das also nur synonym verwenden würde. Also dieser Vorwurf wäre völlig falsch, denn das ist nicht so, nur damit das noch mal gesagt wird.))

Ich weiß, dass es Unklarheiten gibt, sobald man mit Sprache hantiert, denn es ist jedem (damit meine ich niemanden bestimmten, auch nicht indirekt oder synonym) selbst überlassen, jede Aussage wie auch immer zu verstehen. („verstehen“ ist hier wertneutral gemeint und soll keine beleidigenden Rückschlüsse auf auf die Intelligenz irgendeines Mitmenschen erlauben) Dadurch bin ich auf die gutmeinende Interpretation meiner Leserschaft (ich will damit ausdrücklich niemandem böse Absichten unterstellen, nicht mal denen, die mich falsch verstehen, was oft vor kommt), trotz aller versuchter Absicherung, angewiesen und möchte an dieser Stelle noch mal nachdrücklich dazu auffordern (nicht zu Gewalt und Straftaten, falls ihr das jetzt denkt), mich sehr genau zu lesen und bitte nicht falsch zu verstehen, denn das kann unter Umständen meinen finanziellen Ruin bedeuten. („bedeuten“ ist dabei im übertragenen Sinne gemeint, denn „bedeuten“ kann ja alles mögliche bedeuten, wie so vieles, weil die Interpretation grundsätzlich dem Leser obliegt, was ich ihm nicht streitig machen will, ich will nur eine bestimmte Interpretation ausdrücklich „nahelegen“, damit nicht hinterher wieder jemand (damit meine ich niemanden) beleidigt ist (obwohl ich natürlich zugestehe, dass er allen Grund dazu hat, falls er es denn sein sollte, denn der Umkehrschluss könnte ja heißen, dass ich behaupten würde, derjenige sei eine „beleidigte Leberwurst“, oder so. Das meine ich nicht.))

Danke für die Aufmerksamkeit (Wenn jemand mit ADS hier liest, das meine ich nicht als Beleidigung oder „Lustigmachen“, bitte nicht falsch verstehen, dennoch möchte ich mich schon mal entschuldigen.

PS: Sorry dafür, Stefan.