Kinder

Kinder sind laut.
Kinder sind egoistisch.
Kinder sind gierig.
Kinder sind maßlos.
Kinder sind dumm.
Kinder sind berechnend.
Kinder sind grausam.

Das einzig sympathische an ihnen ist ihre Verantwortungslosigkeit.


Hannover ist schön


irgendwie…


Robin

Goodbye my friend


jetzt!

Ich hab wirklich genug von meiner ewigen Demnächstigkeit.


Googlesichere Weste

Idee via Bamblog.


Liebe Banken,

klar wollt ihr mein Geld. Das wollen ja alle. Und ich geb es euch auch. Geliehen. So ist der Deal. Früher, also damals, als ihr noch Mitarbeiter beschäftigt habt, also noch vor den ganzen EC-Automaten und dem Onlinebanking, da habt ihr mir dafür sogar noch Zinsen gezahlt. Ja echt. Ihr habt mir Geld gegeben, weil ich Euch meins geliehen habe. Verrückt, was? Es war nicht viel. Und es wurde mit der Zeit immer weniger. Wohl proportional zum Sinken den Mitarbeiterzahl, wenn ich jetzt zurückblicke. Seit einiger Zeit schon gibt’s gar nix mehr.

Aber jetzt. Jetzt wollt ihr Geld dafür haben, dass ich Euch mein Geld leihe. Hat Euch das Mitarbeiterentlassen so viele Kosten verursacht, dass ihr jetzt Geld fürs Leihen nehmen müsst? Was kostet Euch denn eigentlich so ein Girokonto heutzutage, wo alles elektronisch funktioniert? Was verdient ihr denn an meinen 1000 Euro, die da drauf sind pro Monat? Naja, das kann man ja mindestens am Leitzins sehen, den ihr auch schon seit Jahren nicht mehr an eure Kunden durchreicht.

Liebe Banken, ich glaube ich hab irgendwie kein Bock mehr mich verarschen zu lassen. Liebe Banken, ich hab den Eindruck, dass ihr Euch untereinander abgesprochen habt, wie sonst kann man so desaströs mit seinen Kunden umgehen? Liebe Banken, ich hätte gerne gewusst, wo all das viele Geld geblieben ist, aus dieser organisierten volkswirtschaftlichen Abzocke. Liebe Banken, ich hoffe es kommt bald ein Terrorist und sprengt Eure tollen Hochhäuser in die Luft. es kommt ein neuer, nicht-korrupter Konkurrent mit einem fairen Angebot und ihr geht alle pleite.


nach…

open business club (xing) kam studiVZ. Nach studiVZ kommt jetzt also schuelerVZ.
Nach schuelerVZ kommt… na? richtig!


Auf der Suche nach der digitalen Bohéme II

Berlin

Wieder einmal machten wir uns auf die Suche, der digitalen Bohème auf den Fersen. Diesmal in der Höhle des Löwen, dem natürlichen Nest, der pulsierenden Gebärmutter, der billigen Inkubationszentrale: Berlin!


Link: sevenload.com


Fragen

1. Welche Art Ökonomie findet statt, wenn Millionen Menschen unentgeltlich Texte (auch Musik, Filme, sonstige Dokumente) im Internet veröffentlichen? (Blogs, Wikis, insbesondere Wikipedia)

2. Welche sozialen und ethischen Implikationen hat es, wenn „mediale“ Erzeugnisse durch technische und rechtliche Supplemente künstlich verknappt werden? (DRM, Urheberrecht)

3. Wie verändert sich der Begriff des Eigentums in Zeiten einer zugangsorientierten Informationswirtschaft? (Lizenzmodelle statt Eigentumsrechte)

4. Welche Machtverschiebungen – politische im engeren Sinne sowie mikropolitische – ereignen sich angesichts einer Demokratisierung der medialen Produktions- und Distributionsmittel? (Computer und Internet in jedem Haushalt etc.)

5. Welche Diskursformationen sind heute möglich, wenn sich die Diskurse mehr und mehr segmentieren, anstatt – wie bisher – um das Zentrum der so genannten Massenmedien (ja, dazu gehört auch das Buch) zu kreisen?

6. Was bedeutet es für die Kultur der so genannten „Experten“, der Gelehrten, der Priester, der Journalisten, kurz: der strukturellen Ordnungsmacht des „Gatekeepers“, wenn jedes Individuum in seinem ureigenen Diskurs die Möglichkeit bekommt zu sprechen – und spricht?

7. Anders gefragt: Was bedeutet es für die Bürgerrechte, vor allem für das Recht der freien Meinungsäußerung, wenn es tatsächlich genutzt wird?

Man kann einige dieser Fragen konzentrieren auf:

Wer braucht noch die Institution der „Institution“?

D.h.:

Brauchen wir die Institutionen wirklich noch? Oder sind völlig andere gesellschaftliche Organisationsformen von Wissen denk- und machbar? Der Abwehrkampf der Institutionen (Journalismus, Wissenschaft, Kulturindustrie) gegen alle Bestrebungen von Partizipation und Heterogenisierung spricht eine klare Sprache: Hier kämpfen zum tode geweihte Dinosaurier gegen den Lauf der Zeit.

Aber sie haben dabei selten eine Angriffsfläche, denn sie kämpfen nicht gegen ihresgleichen, sondern gegen den Staub eines Meteoriten oder die Klimaveränderung im Zuge der Eiszeit oder gegen den strukturell bedingten Nahrungsmangel im Zuge der Entstehung neuer Arten. Sprich: Gegen die veränderten Umweltbedingungen in Zeiten des Internets.

Durch die neuen Möglichkeiten entstehen nicht nur aus sich heraus neue Diskurse, freier Austausch von Informationen über alle Grenzen (staatliche, rechtliche, intitutionelle) hinweg, sondern gleichzeitg entsteht auch eine Dringlichkeit zum Versprechen hin. Es entsteht beinahe ein „MUSS“, ein Imperativ zur Utopie. Denn in diesem neuen Licht besehen, wirkt unsere Gesellschaft ungelenk, träge und beinahe reaktionär.

(Diese und andere Fragen, werde ich unter dem Titel „Heute, das Archiv“ in meiner Dissertation behandeln.)


Was ich (auch) immer schon sagen wollte,

war, dass die Zukunft des Internets in der Konvention liegt.

[EDIT: Was auf der Hand liegen sollte. Schließlich ist alles, was das Internet heute bestimmt, einzig und alleine den Konventionen zu verdanken: Vom TCP/IP über HTML bis hin zu RSS]

Es braucht keine noch so sofisticated programmierten Foren, Plattformen und Social-Networks. Es braucht einfach nur freie Schnittstellen zum Gruppieren, Connecten, Publizieren und Kommunizieren. Also praktisch sowas wie Trackbacks und RSS, nur ausgefeilter, vielseitiger und weit verbreiteter. Das wird die Zukunft sein und eben keine in sich geschlossenen, zentralistischen Plattformen, bei denen man die Rechte seiner Inhalte und dazu noch seine persönlichen Daten abgeben muss. An ein Unternehmen, das meist nicht mal im selben Nationalstaat existiert.

Hier bringt all das Marc Canter wild fuchtelnd auf den Punkt:

[via]

Und wenn die ganzen VCs meinen, solchen Plattformen jetzt noch Unmengen Geld in den Hintern pumpen zu müssen, dann bin ich nur überzeugter. Die haben sich schließlich schon immer geirrt.

Nene, Leute, Geld verdienen im Internet tut man auch in Zukunft kaum. Denn sich zu einigen kostet halt einfach nichts. Und wenn sich die Leute einig werden, dann ist euer Geschäftsmodell von heute auf morgen im Arsch! Und das nenne ich dann die wirklich neue Ökonomie.