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	<title>Comments on: &#8220;wir&#8221;</title>
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		<title>By: Freiheit und so &#171; H I E R</title>
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		<dc:creator>Freiheit und so &#171; H I E R</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 17:36:59 +0000</pubDate>
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		<description>[...] bestritt das sofort und wehement. Auch in Blogform. Nur hilft es nichts. Natürlich stimmen meine Argumente weiterhin. Die Nichtrepräsentierbarkeit [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] bestritt das sofort und wehement. Auch in Blogform. Nur hilft es nichts. Natürlich stimmen meine Argumente weiterhin. Die Nichtrepräsentierbarkeit [...]</p>
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		<title>By: Matthias</title>
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		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 17:14:13 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;wir&quot; ist schon ok. wer nicht dazugehören will muss ja nicht.</description>
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		<title>By: Enno</title>
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		<dc:creator>Enno</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 07:43:04 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich gibt es ein &quot;Wir&quot;, das it keinesfalls zu bestreiten. Es ist ein abstraktes Wir. So wie dieses Konstrukt der Nationalstaten: Es gibt ein deutsches &quot;Wir&quot;, ohne dass jemand unterstellt, dass alle Deutschen der gleichen Meinung wären...

Was hier passiert (eigentlich alte Gedanken aus den 90ern): Das Web ist eine New Frontier, ein wilder Westen. Es hat sich nur deshalb noch nicht irgendwie konstituiert, weil es im gegensatz zu Real-World-Räumen in der Lage ist, sich selbst zu reden. Im Grunde fahren wir auf dem Niveau von Lynchmobs. (Siehe auch die Causa @npdde). Was im Reallife fatal ist, scheint im Web sogar zu funktionieren. Nur dass eben die Schnittstelle zu &quot;denen da draußen&quot; fehlt, eben das Wir-Interface.

Die Situation ist mit den USA des 18. Jahrhunderts vergleichbar. Damals wollten die Engländer reinregieren, bis es zur Boston Tea Party kam. Zensursula ist die Boston Tea Party des deutschsprachigen Web.

Natürlich kann man jetzt Vereine gründen. Oder einfach (weil schon vorhanden) die Piratenpartei als Interface sehen. Problem ist jedoch, dass diese als Ansprechpartner nie wirklich legitimiert sind. Wer auch immer das ist: In seiner Rolle als Ansprechpartner übt dieses Interface Macht aus dadurch dass es die nach wie vor hineinrigierenden nationalen &quot;Politiken&quot; beeinflusst. Das Interface würde also weder am Hineinregieren der Zensursulas etwas ändern, noch bestünde eine Kontrolle dahingehend, dass es auch in &quot;unserem&quot; Sinne wirkt.

Ich sehe hier nur 2 Möglichkeiten: Entweder das Web konstituiert sich als virtueller Staat, der eine Admininistrtion wählt, welche unsere Interessen nach außen vertritt. Dieser Weg würde zwangsläufig dazu führen, dass das Interface keines mehr ist, sondern eine Regierung, die das Web auch nach innen regiert.

Oder 2. man verabschiedet sich von dem Gedanken des &quot;Wir&quot; und eines Raumes, den es zu füllen und zu organisieren gilt und sieht das Internet nur als die Fortsetzung des Reallife. Dann bleiben wir politisch gesehen alle Bürger unserer Staaten und alle (demokratischen) Nationalstaaten sind automatisch berechtigt, hineinzuregieren, mit allen Verwerfungen, die dies wegen der Überstaatlichkeit des Webs nach sich zieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich gibt es ein &#8220;Wir&#8221;, das it keinesfalls zu bestreiten. Es ist ein abstraktes Wir. So wie dieses Konstrukt der Nationalstaten: Es gibt ein deutsches &#8220;Wir&#8221;, ohne dass jemand unterstellt, dass alle Deutschen der gleichen Meinung wären&#8230;</p>
<p>Was hier passiert (eigentlich alte Gedanken aus den 90ern): Das Web ist eine New Frontier, ein wilder Westen. Es hat sich nur deshalb noch nicht irgendwie konstituiert, weil es im gegensatz zu Real-World-Räumen in der Lage ist, sich selbst zu reden. Im Grunde fahren wir auf dem Niveau von Lynchmobs. (Siehe auch die Causa @npdde). Was im Reallife fatal ist, scheint im Web sogar zu funktionieren. Nur dass eben die Schnittstelle zu &#8220;denen da draußen&#8221; fehlt, eben das Wir-Interface.</p>
<p>Die Situation ist mit den USA des 18. Jahrhunderts vergleichbar. Damals wollten die Engländer reinregieren, bis es zur Boston Tea Party kam. Zensursula ist die Boston Tea Party des deutschsprachigen Web.</p>
<p>Natürlich kann man jetzt Vereine gründen. Oder einfach (weil schon vorhanden) die Piratenpartei als Interface sehen. Problem ist jedoch, dass diese als Ansprechpartner nie wirklich legitimiert sind. Wer auch immer das ist: In seiner Rolle als Ansprechpartner übt dieses Interface Macht aus dadurch dass es die nach wie vor hineinrigierenden nationalen &#8220;Politiken&#8221; beeinflusst. Das Interface würde also weder am Hineinregieren der Zensursulas etwas ändern, noch bestünde eine Kontrolle dahingehend, dass es auch in &#8220;unserem&#8221; Sinne wirkt.</p>
<p>Ich sehe hier nur 2 Möglichkeiten: Entweder das Web konstituiert sich als virtueller Staat, der eine Admininistrtion wählt, welche unsere Interessen nach außen vertritt. Dieser Weg würde zwangsläufig dazu führen, dass das Interface keines mehr ist, sondern eine Regierung, die das Web auch nach innen regiert.</p>
<p>Oder 2. man verabschiedet sich von dem Gedanken des &#8220;Wir&#8221; und eines Raumes, den es zu füllen und zu organisieren gilt und sieht das Internet nur als die Fortsetzung des Reallife. Dann bleiben wir politisch gesehen alle Bürger unserer Staaten und alle (demokratischen) Nationalstaaten sind automatisch berechtigt, hineinzuregieren, mit allen Verwerfungen, die dies wegen der Überstaatlichkeit des Webs nach sich zieht.</p>
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		<title>By: somlu</title>
		<link>http://mspr0.de/?p=727&#038;cpage=1#comment-1725</link>
		<dc:creator>somlu</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 06:09:01 +0000</pubDate>
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		<description>Ich erinnere mich an einer der letzten größeren Studentenstreiks, die ich aktiv miterlebte. Jeden Abend gab es ein Plenum zu dem jeder/jede kommen konnte aber nicht musste. Das ganze organisierte sich ohne zentrale Steuerung. Das war zumindest für mich sehr auffällig. Es war einer der erfolgreicheren Streiks gewesen, wo sich sogar der Fachbereich WiWi beteiligte. Eines Abends saß eine Reporterin der lokalen Presse mit in der Runde und fragte nach einem Sprecher oder dergleichen. Wir haben alle mehr oder weniger mit den Schultern gezuckt. Hat sie nicht bekommen. Ich habe noch versucht ihr zu erklären, dass es eben eine andere Organisationsform ist. Ihre Verständlnislosigkeit quoll ihr schier aus allen Poren. 

Mein Eindruck ist, dass die Verhältnisse im Netz recht ähnlich sind. Ja es gibt den ein oder anderen prominenteren Schreiber aber sie sind keine Sprecher für alle oder Anführer oder irgendwas in der Art. Aktionen verbreiten sich netzförmig durch die Verlinkung untereinander. 

Als ich von den Ermächtigungsbestrebungen unseres Innenministers laß, kam  mir der Gedanke, dass diese Strukturen für Menschen, die damit nichts zu tun haben und gerade, wenn sie in den streng hierarchischen Strukturen von Parteien und Regierung leben, bedrohlich sein müssen. Wahrscheinlich extrem bedrohlich. Man will jetzt Namen, Adresse, Ort, Zeit, uns dingfest machen, während die Karawane weiterzieht. Ein eher unkontrollierbares, weil auf vielen Einzelpersonen basierendes, System soll in eine Struktur gezwungen werden, die für Menschen, die solche Strukturen brauchen, &quot;uns&quot; wieder be/er-greifbar machen. Meinungsbildung soll wieder steuerbar werden. Aber nein, da schreibt irgendjemand möglicherweise auch noch anonym einen Beitrag in seinem Blog und wenn es einen Nerv trifft, kommt das Thema groß raus. Wo kommen wir denn da hin, wenn das jeder einfach so machen kann. 

Wie auch immer. Auch wenn es anstrengend klingt und ich selbst nicht im mindestens auf lange Diskussionen Lust habe, ist einfach nicht mein Ding, so befürworte ich eine Kultur, die auf Einigung durch Diskussion ausgelegt ist mehr, als diese schwache Demokratie, wo sich die Volksvertreter nicht mehr als solche zu begreifen scheinen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich an einer der letzten größeren Studentenstreiks, die ich aktiv miterlebte. Jeden Abend gab es ein Plenum zu dem jeder/jede kommen konnte aber nicht musste. Das ganze organisierte sich ohne zentrale Steuerung. Das war zumindest für mich sehr auffällig. Es war einer der erfolgreicheren Streiks gewesen, wo sich sogar der Fachbereich WiWi beteiligte. Eines Abends saß eine Reporterin der lokalen Presse mit in der Runde und fragte nach einem Sprecher oder dergleichen. Wir haben alle mehr oder weniger mit den Schultern gezuckt. Hat sie nicht bekommen. Ich habe noch versucht ihr zu erklären, dass es eben eine andere Organisationsform ist. Ihre Verständlnislosigkeit quoll ihr schier aus allen Poren. </p>
<p>Mein Eindruck ist, dass die Verhältnisse im Netz recht ähnlich sind. Ja es gibt den ein oder anderen prominenteren Schreiber aber sie sind keine Sprecher für alle oder Anführer oder irgendwas in der Art. Aktionen verbreiten sich netzförmig durch die Verlinkung untereinander. </p>
<p>Als ich von den Ermächtigungsbestrebungen unseres Innenministers laß, kam  mir der Gedanke, dass diese Strukturen für Menschen, die damit nichts zu tun haben und gerade, wenn sie in den streng hierarchischen Strukturen von Parteien und Regierung leben, bedrohlich sein müssen. Wahrscheinlich extrem bedrohlich. Man will jetzt Namen, Adresse, Ort, Zeit, uns dingfest machen, während die Karawane weiterzieht. Ein eher unkontrollierbares, weil auf vielen Einzelpersonen basierendes, System soll in eine Struktur gezwungen werden, die für Menschen, die solche Strukturen brauchen, &#8220;uns&#8221; wieder be/er-greifbar machen. Meinungsbildung soll wieder steuerbar werden. Aber nein, da schreibt irgendjemand möglicherweise auch noch anonym einen Beitrag in seinem Blog und wenn es einen Nerv trifft, kommt das Thema groß raus. Wo kommen wir denn da hin, wenn das jeder einfach so machen kann. </p>
<p>Wie auch immer. Auch wenn es anstrengend klingt und ich selbst nicht im mindestens auf lange Diskussionen Lust habe, ist einfach nicht mein Ding, so befürworte ich eine Kultur, die auf Einigung durch Diskussion ausgelegt ist mehr, als diese schwache Demokratie, wo sich die Volksvertreter nicht mehr als solche zu begreifen scheinen.</p>
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		<title>By: tristessedeluxe</title>
		<link>http://mspr0.de/?p=727&#038;cpage=1#comment-1720</link>
		<dc:creator>tristessedeluxe</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:59:21 +0000</pubDate>
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		<description>Erster! :-)</description>
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